zur Navigation springen
Barmstedter Zeitung

13. Dezember 2017 | 16:51 Uhr

Barmstedt : Mehr Geld fürs Jugendzentrum

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Wegen Personalmangel im Jukids: Der Sozialausschuss bewilligt 3000 Euro für weitere Honorarkräfte.

shz.de von
erstellt am 29.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Nach der Einführung der offenen Ganztagsschule (oGTS) an der Grund- und Gemeinschaftsschule leidet das Barmstedter Jugendzentrum (Jukids) an Personalmangel. Weil die Jukids-Mitarbeiter auch die oGTS-Kurse betreuen, „fehlen sie uns in der offenen Jugendarbeit“, sagte Stadtjugendpfleger Martin von Aspern im jüngsten Sozialausschuss. Die oGTS koste „30 Prozent unserer Arbeitszeit“. Die Betreuung der anderen jungen Besucher sei nur noch gewährleistet, „weil wir ab und an Honorarkräfte einsetzen und unsere Mitarbeiter haufenweise ehrenamtlich Überstunden schieben. Aber das kann nicht ewig so weitergehen. Das schaffen wir nicht.“

Da es auch keine Zivis mehr gebe, würde er die Honorarkräfte gern häufiger – etwa 25 Stunden im Monat bei einem Stundensatz von zehn Euro – einsetzen, sagte von Aspern. „Nur so können wir die bisherigen Öffnungszeiten und das Angebot aufrecht erhalten.“ Die dafür benötigten, zusätzlichen 3.000 Euro bewilligte ihm der Ausschuss mehrheitlich. Begründung: Die „Auslagerung“ der oGTS ans Jugendzentrum sei zwar politisch gewollt gewesen, dürfe aber nicht dazu führen, dass dessen originäre Arbeit darunter leide. „Die Hauptaufgabe des Jugendzentrums muss die offene Jugendarbeit bleiben“, sagte Petra Krämer (SPD).

Hilfe aus Heede und Wacken

Bisher helfen Maya Trojanowski (20) aus Heede und der gleichaltrige Marius Krause aus Wacken im Jukids auf Honorarbasis aus. Trojanowski hat ihre Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistentin vor zwei Jahren abgeschlossen und studiert seitdem Schauspiel an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. „Als ich 13 und in meiner pubertären Phase war, war ich zum ersten Mal im Jukids und fand es ganz toll, dass die Leute da mir zugehört haben“, erinnert sie sich. Das sei auch der Grund gewesen, weshalb sie sofort zugesagt habe, als von Aspern sie im vorigen Jahr fragte, ob sie als Betreuerin aushelfen könne. Ebenso wie Krause, der nach dem Ende seiner Ausbildung zum sozialpädagogischen Assistenten eine dreijährige Ausbildung zum Erzieher absolvieren will, leitet Trojanoswki mehrere offene Angebote wie malen, basteln und Sport. „Mir bringt das viel Spaß und praktische Erfahrung“, sagt Krause, der seit Sommer 2013 im Jukids jobbt. Sofern es seine nächste Ausbildung ermögliche, würde er daher gern weiterhin nach Barmstedt fahren.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen