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Barmstedter Zeitung

18. Oktober 2017 | 15:45 Uhr

Mehr Geld für das Feuerwehrfahrzeug

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Finanzen Gemeinderat Bokholt-Hanredder genehmigt überplanmäßige Ausgabe von etwa 47 000 Euro für neuen Wagen

Die Gemeindevertretung Bokholt-Hanredder hat einer überplanmäßigen Ausgabe für das Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr zugestimmt. Die Politik stimmte zu, weitere 47  000 Euro für das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 10) freizugeben. Nach jetziger Planung belaufen sich die Gesamtkosten auf etwa 328  000 Euro.

Im Haushalt hätten laut Verwaltung nur Mittel von etwa 286  000 Euro zur Verfügung gestanden. Damit ergeben sich Mehrkosten von etwa 42  000 Euro. „Des Weiteren mussten wir auch den Planungsansatz für den Landeszuschuss korrigieren“, erklärte die zweite stellvertretende Bürgermeisterin Katrin Schrade (CDU). Eingeplant waren 65  000 Euro. Da ein Höchstbetrag von mehr als 300  000 Euro mit 20 Prozent bezuschussungsfähig ist, galt es, den Betrag um 5000 Euro zu mindern. Somit beträgt die Gesamtdeckungslücke für das Fahrzeug etwa 47  000 Euro.

Wie berichtet, war die Gemeinde in Zeiten knapper Kassen auch unkonventionelle Wege gegangen, um das neue Fahrzeug zu finanzieren. So hatte Bokholt-Hanredder vor geraumer Zeit einen Spendenaufruf initiiert, um die finanzielle Belastung durch die Anschaffung des HLF10 zu minimieren. Dabei kam eine ansehnliche Summe von etwa 7000 Euro zusammen, wobei der Hauptanteil von Privatleuten stammt; Unternehmen zeigten sich weniger spendenfreudig. „Unsere Aufgabe ist es, für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen“, sagte Wehrführer Jörn Witt. „Deshalb habe ich in der Vergangenheit immer wieder darauf hingewiesen, dass die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs unumgänglich ist.“ In Bokholt-Hanredder sei – bedingt durch das starke Verkehrsaufkommen und die Bahnlinie sowie durch den Gewerbehof, die Fachklinik und andere Einrichtungen – eine hohe Brandlast gegeben. Außerdem wachse die Bevölkerung durch das geplante Wohngebiet in Offenau an der Grenze zu Elmshorn. Schrade erklärte, dass eine solche Anschaffung immer ein heißes Eisen sei, aber es sei unvermeidlich. Es gehe schließlich um die Sicherheit der Bevölkerung. „Wir haben uns aber immer nach Kräften bemüht, im Rahmen unserer Möglichkeiten zu bleiben.“

Witt rechnet mit der Auslieferung des HLF 10 im September 2018. Es handelt sich um einen 15,5-Tonner, der zur Löschhilfe und für technische Hilfeleistungen einsetzbar ist. Der Wagen besitzt einen Tank mit einem Fassungsvermögen von 1600 Litern Wasser sowie ein geländegängiges Allrad-Fahrgestell. Zum Fahrzeugpark der Bokholter Brandschützer gehören zurzeit ein Tragkraftspritzenfahrzeug, ein Löschgruppenfahrzeug, ein Tanklöschfahrzeug und ein Einsatzleitwagen. „Das Tragkraftspritzenfahrzeug wird ausgemustert“, so Witt.


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