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Willi Hachmann ist seit 30 Jahren Chef in Bullenkuhlen

shz.de von
30. August 2018, 16:00 Uhr

Sie sind Chefs und Repräsentanten ihrer jeweiligen Kommunen: Die Bürgermeister in den Gemeinden rund um Barmstedt erledigen ihre Arbeit ehrenamtlich. Unsere Zeitung stellt im Zuge einer Serie die Menschen vor, die hinter den Ämtern stehen. Heute: Willi Hachmann aus Bullenkuhlen.

Seit rund 30 Jahren nimmt Willi Hachmann (69) das Amt des Bürgermeisters wahr. Nach der konstituierenden Sitzung vor einigen Wochen ist für den Kommunalpolitiker, der der Bürgerlichen Wählergemeinschaft Bullenkuhlen (BWB) angehört, längst wieder der politische Alltag eingezogen. Einige Themen aus der vorangegangenen Amtszeit beschäftigen ihn auch weiterhin. Dazu gehört das Seniorenheim Barmstedt/ Rantzau, das immer einmal wieder in die Schlagzeilen gerät – jetzt beispielsweise durch die aufgetretenen Wasserschäden. Hachmann vertritt bei diesem Thema eine klare Position. „Wir sollten als Kommune das Seniorenheim auch in Zukunft mittragen – wenn wir die Kosten flach halten können“, erklärte er im Gespräch mit dieser Zeitung.


Neues Baugebiet ist ein Gewinn für die Gemeinde

Einen besonderen Fokus hat der Bürgermeister auf den örtlichen Verkehr, der auf der Kreisstraße 12 quer durch den Ort fließt. „Nachdem die Baumaßnahme in Bokholt-Hanredder abgeschlossen ist, hat sich die Verkehrssituation ein wenig entspannt“, befindet er. „Es gibt aber möglicherweise einen neuen Schub, wenn die Baumaßnahme in Ellerhoop beginnt.“ Man müsse in dieser Zeit aber nun einmal den Verkehr aufnehmen. Was ihm sauer aufstoße, seien die relativ häufigen Geschwindigkeitsübertretungen.

Als Gewinn für die Gemeinde bezeichnete der Bürgermeister das neue Baugebiet, in das voraussichtlich bis Weihnachten alle Bauherren eingezogen sein würden. Dadurch kämen viele junge Menschen nach Bullenkuhlen, was man politisch immer gewollt habe.

Das politische Urgestein Willi Hachmann ist in die Bürgerliche Wählergemeinschaft nach und nach hineingewachsen, wie er mitteilte. Als Gemeindevertreter begann er 1982, vier Jahre später wurde er stellvertretender Bürgermeister. Seit 1988 lenkt er die Geschicke des Dorfes Bullenkuhlen. Nachdem er in der Vergangenheit eine Reihe von größeren Projekten wie die örtliche Wasserversorgung und -entsorgung, den Rad- und Wegebau und den Bau des Gemeindehauses realisieren konnte, hat er sich nun als weitere politische Ziele die Versorgung Bullenkuhlens mit schnellem Internet und die Fertigstellung des bereits erwähnten Baugebiets auf die Fahne geschrieben.


Großes ehrenamtliches Engagement

Hachmanns ehrenamtliches politisches und gesellschaftliches Engagement ist vorbildlich. Außer im Bürgermeisteramt packt er auch in weiteren Funktionen in der Gemeinde tatkräftig mit an. Sein Rat, seine Sachlichkeit und seine Fachkompetenz, die er sich im Laufe von vielen Jahren erarbeitet hat, sind überall geschätzt. „In letzter Zeit habe ich allerdings einige Ämter abgegeben“, sagt er. „Ich möchte einfach ein wenig mehr Freiraum gewinnen und mit meiner Partnerin noch ein wenig die Welt bereisen.“ Eines der Reiseziele, die die beiden anvisieren, ist beispielsweise Schweden. Das Land reizt sie sehr. Gern schwingen sie sich auch aufs Rad und fahren die Nordseeküste entlang. Er sei ein Nordseefan, bekannt Hachmann. In jungen Jahren spielte er aktiv Fußball und stand sogar einmal auf dem grünen Rasen des Volksparkstadions. Heute fährt er dorthin, wenn es seine Zeit erlaubt, um sich die Spiele des HSV anzuschauen, der allerdings in die 2. Bundesliga abgerutscht ist. Das 30-jährige Dienstjubiläum als Bürgermeister der Gemeinde Bullenkuhlen kann Hachmann im September feiern.
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