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Barmstedter Kultur : Mehr Bühnenleben für die Stadt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das „Theater im Kino“ ist nun offiziell ein Verein. Das Saturn-Kino bleibt das Stammhaus der Gemeinschaft.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Seine Meriten hat sich das „Theater im Kino“ bereits mit Carl Sloterbooms Stück „Der Zug“ verdient. Nach der nahezu ausverkauften Saison konstituiert sich das Schauspielensemble nun als Theaterverein. „Wir wollen uns eine Basis schaffen“, erläutert der Vorsitzende Dieter Meyn. Ein Verein ermögliche unter anderem den Zugang zu öffentlichen Fördermitteln und die Mitgliedschaft im Landesverband der Amateurtheater. Den Begriff ‚Amateurtheater‘ umreißt den qualitativen Anspruch des Ensembles allerdings nur unzureichend.


Moderner Anschauungsunterricht


„Wir wollen schauspielerisch und intellektuell herausfordernde Stücke spielen“, so Meyn, dem im Vorstand Bruno Schott und Holger Baumann zur Seite stehen werden. Tatsächlich hat das Ensemble bewiesen, dass es sich mit großem Engagement und auf das Wesentliche reduzierten Inszenierungen auf den Kern der Werkaussage fokussieren kann – und aus Theater das macht, was es sein soll: Moderner Anschauungsunterricht für das eigene Sein und Leben, relevant und zugänglich für alle. Maren Thießen, die „gute Seele hinter den Kulissen“, war zu Beginn des Theaterprojekts skeptisch. Der Erfolg hat sie überzeugt: „Ich finde, wir haben daraus eine großartige Sache gemacht.“ Auch Meyn sieht eine gute Zukunft für das Barmstedter Theater: „Wir haben bisher sehr viel Zuspruch bekommen. Wichtig ist, dass das Publikum uns treu bleibt.“


Neues Licht und roter Vorhang


Für neue Schauspielerkollegen wie für Förderer ist das derzeit elfköpfige Ensemble offen: „Wir freuen uns über neue Kollegen.“ Stammhaus des Barmstedter Theaters wird auch weiterhin das Saturn-Kino sein. Der Verein hat hier für die kommende Saison in eine neue Beleuchtungsanlage investiert und – natürlich – in einen angemessenen roten Vorhang. Die Proben für die Premiere am 30. Oktober laufen bereits: Auf dem Spielplan steht Die Glasmenagerie von Tennessee Williams, das Stück um die Zartheit des Menschen und die Brutalität seiner Gesellschaft, ein ikonisches Werk der neueren Theaterliteratur.



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