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Feuerwehr Bokholt-Hanredder : Mehr als 260.000 Euro sind für ein neues Löschfahrzeug nicht drin

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Weitere Informationen zum neuen Löschfahrzeug während der Jahreshauptversammlung in Offenau.

shz.de von
erstellt am 26.Jan.2016 | 16:30 Uhr

Bokholt-Hanredder | Spürbar war die Spannung, die über der jüngsten Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bokholt-Hanredder lag: Derzeit beschäftigt sich die Gemeinde intensiv mit der Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs. Sogar ein Spendenaufruf an die Bürger war vor Kurzem gestartet worden, der bis Mitte Januar etwa 5000 Euro eingebracht hatte und die Anschaffungskosten des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugs (HLF) etwas abmildern soll. Nichtsdestotrotz ist aber im Hinblick auf die Finanzierbarkeit des Fahrzeugs in erster Linie die Gemeinde gefragt.

Bürgermeister Wolfgang Mohr hatte im Vorfeld der Versammlung angekündigt, sich dort zum Thema zu äußern, was er auch tat. Demnach ist die Frage, ob das Fahrzeug nun kommt, eindeutig mit „Ja“ zu beantworten, allerdings darf die Anschaffung nicht mehr Kosten verursachen als bislang angenommen. „Wir müssen unbedingt bei den kalkulierten 260.000 Euro bleiben“, betonte der Bürgermeister in seinen kurz gefassten Grußworten.

Die Rede war von allen Anwesenden mit großem Interesse verfolgt und begrüßt worden. So auch von Christof Fehrs vom Kreisfeuerwehrverband (KFV), der sich mittlerweile als Stammgast bei den Jahreshauptversammlungen der Bokholter Feuerwehr fühlt. „Ich bin froh, dass der Weg geebnet ist“, sagte er, gab aber zu bedenken, dass man im Hinblick auf den Stand der Technik „keine Kompromisse“ machen sollte. „Spart nicht an Dingen, die ihr später nicht mehr ändern könnt“, mahnte er an.

Außer Fehrs und Mohr waren zahlreiche weitere Gäste zu der Versammlung in der Gaststätte „Zur Linde“ in Offenau gekommen – darunter die Ehrenabteilung der Bokholter Wehr, mehrere Gemeinderatsmitglieder, Amtsvorsteher Willi Hachmann und Pastor Tobias Jäger. Während der etwa dreistündigen Versammlung wurden zudem neue Feuerwehrmänner verpflichtet, verdiente Brandbekämpfer geehrt und befördert, Posten neu besetzt sowie diverse Berichte verlesen. Dabei stand erwartungsgemäß der des Wehrführers im Mittelpunkt des Interesses.

Wehrführer Jörn Witt blickte dabei auf ein für die Kameraden überaus einsatzreiches Jahr 2015 zurück. „Mit 24 Einsätzen hatten wir so viele Alarmierungen, wie wir es in den vergangenen Jahren nicht kannten“, erklärte er. Die gesamte Bandbreite, was den Aktionsradius der Feuerwehr betrifft, wäre dabei vertreten gewesen: So war die Wehr am 8. Januar vergangenen Jahres zu einem Großfeuer an der Bokholter Straße ausgerückt. Am 30. November war die Wehr bei einem Schornsteinbrand an der Hauptstraße im Einsatz. Dazu kamen laut Witt technische Hilfeleistungen, Tiere in Not und Fehlalarme. Zudem leisteten die Brandbekämpfer mehrfach nachbarschaftliche Löschhilfen – zum Beispiel am 29. Juli in Barmstedt und bei einem Großbrand an der Kaltenweide am 24. März in Elmshorn.

Geehrt: Jan Lescow, Frank Möller und Mario Maresch (Bandschnalle für 20 Jahre Mitgliedschaft), Johannes Peters (Schleswig-Holsteinisches Feuerwehrehrenkreuz in Bronze für zwölf Jahre Kassenwart), Frank Reumann (Schleswig-Holsteinisches Feuerwehrehrenkreuz in Silber für 20 Jahre Gruppenführer und 30 Jahre Chef der Kantine).
Gewählt: Klaus Balzer zum stellvertretenden Wehrführer (Wiederwahl), Jascha Meyer zum Kassenwart, Jörg Schlüter (Wiederwahl), Frank Möller und Jascha Meyer Festausschuss für drei Jahre, Natalie Stracke zur Kassenprüferin 2017/2018.
Befördert: Alexander Dornecker und Jascha Meyer jeweils zum Hauptfeuerwehrmann.
Verpflichtet: Sven Timm.

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