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Hörnerfest : Massig Schlamm mit Spaß besiegt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mehr als 1000 Rock- und Mittelalter-Fans trotzen Dauerregen und feiern zwei Tage lang an der Schierenhöh.

Brande-Hörnerkirchen | Eigentlich sollte das 12. Hörnerfest an der Schierenhöh in Brande-Hörnerkirchen eine heiße Sommer-Party rund um Folk, Metal und Mittelalter werden. Doch das zweitägige Spektakel, an dem erneut mehr als 1000 Besucher aus nah und fern teilnahmen, entwickelte sich in eine andere Richtung: Es wurde aufgrund der Wetterlage – am Freitag, dem ersten Festivaltag, regnete es ununterbrochen rund um die Uhr – zu einer sehr nassen Angelegenheit, die dazu führte, dass sich das gesamte Areal in eine schwer begeh- und befahrbare Schlammwüste verwandelte.

Auf sämtlichen Wegen im mittelalterlichen Dorf sowie den Zufahrten zum Parkplatz und Campingbereich entwickelten sich durch den permanenten Niederschlag und der ständigen Belastung durch den Lauf der Besucher und deren Fahrzeuge Schlickmassen in größtem Ausmaß. Doch wer meint, dass dadurch die Traditionsveranstaltung größere Einbußen in ihrem Ablauf beziehungsweise sogar den Abbruch befürchten musste, irrt. Es gab zwar im Hinblick auf das Programm an der kleinen Marktbühne und dem Besucherverkehr an den zahlreichen Verkaufsständen einige Einschränkungen, aber insgesamt lief alles „wie sonst doch auch“.

Das zumindest meinte Bernd Schaberth (35) aus Minden, der sich noch gut an das Vorjahr erinnerte, wo doch „auch alles im Schlamm versank“. „Das gehört hier scheinbar einfach dazu, und wir haben uns darauf eingestellt“, sagte er lachend, als er im Bademantel auf dem Weg ins mittelalterliche „Badehaus“ war, um sich dort ein heißes Dampfbad in fröhlicher Gesellschaft zu gönnen.

Ebenfalls auf eine derartige Wettersituation hatte sich aber auch bereits lange im Vorfeld des diesjährigen Hörnerfests Veranstalter Thomas Tegelhütter eingestellt, der vor der Hauptbühne für eine größere Überdachung sorgte. So konnten die Fans dort in wesentlich größerer Anzahl das Marathonmusikprogramm, das jeweils am Mittag startete und bis nach Mitternacht für dezibelreiche Kost sorgte, trocken genießen. Unter den 20 Bands aus dem In- und Ausland spielten viele namhafte Acts der Szene - darunter „The Moon and the Nightspirit“ aus Ungarn, die das Festival eröffneten, „Troll Bends Fir“ aus Russland sowie die deutschen Bands „Heimata-erde“ und „Tanzwut“, die Fan Schaberth treffend als „Rammstein mit Dudelsack“ beschrieb.

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erstellt am 03.Jul.2017 | 16:00 Uhr

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