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Störche in Heede : Lehrreiche Flugstunden in der Gemeinde Heede

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Heede | Sie üben kräftig für den demnächst startenden langen Flug nach Süden. Die drei Jungstörche im Horst im Garten von Harald Thies sind kräftig und wohlgenährt. „Sie springen im Nest hoch und breiten ihre Flügel aus, die bereits eine große Spannweite haben“, so Thies. Seit 1998 ziehen Storchenpaare bei ihm ihre Jungen auf. Stundenlang kann Thies aus der Dachbodenluke mit Begeisterung seine Störche beobachten.

Im April bezogen die Storcheneltern den von Thies gründlich gereinigten Horst. „Dieses Storchenpaar war fleißig, es hat das Nest noch 20 Zentimeter aufgepolstert“, sagte Thies. Am 26. Mai habe er zum ersten Mal vier kleine Köpfe über den Holzsaum herausragen sehen, so Thies. „Ein Junges haben die Eltern über den Nestrand geworfen, entweder war es krank, zu schwach oder es waren zu viele Junge, die sie nicht satt kriegen würden“, mutmaßte Thies.

Einmal, sagte er, habe er ein abgewiesenes Junges retten können und im Garten großgezogen. Er führt Buch. „Die Jungen benötigen gut zwei Monate, um das Nest verlassen zu können.“ Jetzt übernachten die Storcheneltern auf dem benachbarten Horst, der zehn Meter entfernt auch auf dem Grundstück steht. „Einer passt von dort auf den Nachwuchs auf, der andere ist auf Futtersuche“, so Thies.

„Wenn die erwachsenen Störche die Jungen aus dem Nest locken wollen, fliegen sie den Horst an, bringen aber kein Futter mit“, sagte er. Sie würden auf der Wiese landen und auf den Nachwuchs warten, der natürlich Hunger habe.

Etwa Mitte August, das hat er langjährig beobachtet, sammeln sich Jungstörche auf der nahen Wiese und wollen Gleichaltrige auf die lange Reise mitnehmen.

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erstellt am 03.Aug.2015 | 16:00 Uhr

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