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Barmstedter Zeitung

24. Oktober 2017 | 06:33 Uhr

Barmstedt : Lehrer bekommen mehr Platz

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Wegen Platznot: Die Grund- und Gemeinschaftsschule will Arbeitsbedingungen für Pädagogen im Lehrerzimmer verbessern.

shz.de von
erstellt am 28.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Wenn alle Lehrer an der Barmstedter Grund- und Gemeinschaftsschule gleichzeitig Pause haben, sind beide Lehrerzimmer dermaßen überfüllt, dass manche nicht einmal einen Sitzplatz bekommen. „Die stehen dann bis auf den Gang“, sagt eine der Betroffenen. Und deutet auf einen Tisch, auf dem sich die Ordner stapeln und nur eine winzige Fläche frei ist. „Da kann doch kein Mensch arbeiten.“

Auch Schulleiter Bernd Poepping brennt das Problem unter den Nägeln. Um die Arbeitsbedingungen für seine etwa 70 Kollegen zu verbessern, will er im Rahmen eines neuen pädagogischen Konzepts sechs kleinere, dezentrale Lehrerzimmer schaffen. Alle Lehrer eines Jahrgangs – etwa zehn – könnten gemeinsam ein Zimmer nutzen, das im Jahrgangstrakt liegt. „So würde sich die Kommunikation unter den Kollegen verbessern, die Wege zu ihren Klassen wären nicht mehr so weit, und alle hätten einen Einzelarbeitsplatz und mehr Ruhe zum Arbeiten“, sagte Poepping im Schulausschuss, dem er das Konzept vorstellte.

Räumlich sei der Umbau in  den drei Schulgebäuden möglich, sagte Poepping. Es würden zwar drei Klassenräume umgewidmet, „aber die nutzen wir auch zurzeit schon anders“. Zudem werde die Schule künftig eher vier- als sechs Klassen pro Jahrgang haben, so dass der Raumbedarf eher sinke. Die Kosten für den Umbau und die Ausstattung der Lehrerzimmer inklusive Telefon und IT bezifferte Poepping auf etwa 60.000 Euro. „Wenn man bedenkt, dass sie in Bad Bramstedt für einen Neubau mit zentraler Verwaltung und einem Lehrerzimmer ungefähr eine Million Euro bezahlt haben, wäre unser Modell doch günstig“, warb er augenzwinkernd – was Ausschussvorsitzender Günter Thiel (BALL) ebenso augenzwinkernd honorierte: „Dass Sie der Stadt 940.000 Euro sparen wollen, wissen wir zu schätzen“, sagte er.

Erneuerung des Physikraums muss warten

Bei den Politikern kam das Konzept durchweg gut an: Der Antrag von Michael Schönfelder (FWB), die 60.000 Euro für die Umsetzung bereit zu stellen, wurde einstimmig angenommen. Im Gegenzug strich der Ausschuss allerdings die für die Erneuerung des Physikraums veranschlagten 50.000 Euro. Diese Mittel müssen aber in den Haushalt 2015 eingestellt werden. Damit könne er leben, sagte Poepping. „Wir müssen Prioritäten setzen. Und das pädagogische Konzept ist die oberste.“

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