Sparrieshoop : Legionellen im Kindergarten

Bei einer Überprüfung der sanitären Anlagen im Kindergarten Botterhörn sind in einigen Bereichen erhöhte Legionellenwerte festgestellt worden.
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Bei einer Überprüfung der sanitären Anlagen im Kindergarten Botterhörn sind in einigen Bereichen erhöhte Legionellenwerte festgestellt worden.

Die Gemeinde Sparrieshoop installiert Filter. Der Betrieb kann ungefährdet weiter laufen.

shz.de von
17. September 2016, 15:00 Uhr

Sparrieshoop | Der Sparrieshooper Kindergarten Botterhörn hat ein Problem. Bei der externen Überprüfung der sanitären Anlagen sind in einigen Bereichen erhöhte Legionellenwerte festgestellt worden. Daraufhin hat die Gemeinde sofort Filter einbauen lassen. Der Kindergartenbetrieb kann so ungefährdet weiter gehen.

Da die Filter keine Dauerlösung sind, musste sich der Bauausschuss mit Überlegungen zur Veränderung des Leitungsnetzes im Kindergarten auseinandersetzen. Erste Idee war ein Umbau der Anlage, die zurzeit zwei Wasserkreisläufe umfasst. Ein Kreislauf versorgt den Bereich der Krippe, der zweite den Elementarbereich. Der Zusammenschluss beider Kreise würde, so erste Schätzungen, zirka 20.000 Euro kosten. Ein Betrag, der Joachim Naumann (CDU) förmlich auf die Palme brachte. „Ist das ein Planungs- oder ein Bedienungsfehler“, fragte er und wollte wissen, ob es im Kindergarten eine Bedienungsanleitung für die Sanitäranlagen gibt. „Mangelnde Durchspülung der Leitungen ist ein Bedienungsfehler, der uns nicht 20.000 Euro kosten darf“, sagte Naumann. Hans-Jürgen Haack (FWG) schlug in die gleiche Kerbe: „Die Grundtemperatur des Wassers muss ausreichend hoch sein. Der Rest ist dann durchspülen.“ Stefan Kamp (SPD) stellte die Frage nach der Sachgerechten Planung in den Raum und fragte: „Brauchen wir wirklich eine technische Lösung oder reicht es, wenn die Reinigungskraft regelmäßig alle Wasserhähne aufdreht und so alle Leitungen durchspült.“

Das Legionellenproblem beschäftigte den Bauausschuss.
Kamin
Das Legionellenproblem beschäftigte den Bauausschuss.
 

Joachim Naumann (CDU) machte noch einmal deutlich, dass eine Ringleitung keine optimale Lösung für das Problem ist, da in diesem Fall die Leitungen zwischen der Ringleitung und dem Wasserhahn nicht erreicht werden. Bürgermeister Günther Korff erläuterte, dass es im Kindergarten 29 Wasserhähne gibt, von denen sechs nicht oder nur selten gebraucht werden. Diese nicht genutzten Wasserhähne sind wahrscheinlich die Ursache für die erhöhten Legionellenwerte.

Der Ausschuss einigte sich auf verstärkte Kontrollen in Sachen Legionellenbefall und wird eine Handlungsanweisung für den Träger der Kita verfassen, die die Durchspülung sämtlicher Wasserleitungen- und Hähne in regelmäßigen, kurzen Abständen festlegt.

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