zur Navigation springen
Barmstedter Zeitung

17. August 2017 | 13:50 Uhr

„Lebensmittelpunkt in Sommerland“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Umgemeindung: Enttäuschung nach Gespräch mit Kiebitzreiher Gemeindevertretern /Nachteile sollen erörtert werden

Die Enttäuschung war für die Kiebitzreiher Hausbesitzer an der Straße Siethwende schon groß, nachdem das Gespräch mit den Kiebitzreiher Gemeindevertretern am vergangenen Donnerstag beendet war. Immerhin ging es um ihren Antrag auf Umgemeindung in den Nachbarort Sommerland (diese Zeitung berichtete), der gemeinsam diskutiert werden sollte. „Leider ist nichts dabei herausgekommen“, so Anja Oest, die zusammen mit ihren Nachbarn in den Kiebitzreiher Gemeinderaum gekommen war.

Nach Aussage der Gemeindevertreter müsse zunächst einmal geklärt werden, welche Nachteile es für die Gemeinde Kiebitzreihe gäbe, würden man dem Antrag zustimmen. Zudem sei eine Umgemeindung sehr arbeitsintensiv und würde ohnehin einige Jahre dauern. Es gäbe außerdem dringendere Probleme, um die man sich kümmern müsse, wie zum Beispiel die Erweiterung des Kindergartens. Man wolle auch keinen Präzedenzfall schaffen, um nicht auch andere Bewohner am Rande der Gemeinde auf den Gedanken zu bringen, eventuell ebenfalls Umgemeindungsanträge zu stellen.

Diese Aussagen waren den Anwohnern der Straße Siethwende zu schwammig. „Es kamen keine Zahlen und Fakten auf den Tisch. Und überhaupt kam kein Argument seitens der Kommunalpolitiker, das uns in der Gemeinde halten könnte. Nur zu sagen, das war schon immer so, reicht für uns nicht aus“, beschwerte sich Dorit Schippmann. Ohnehin laufe die Ver- und Entsorgung der elf Häuser über die Gemeinde Sommerland. „Wir haben unseren Lebensmittelpunkt in Sommerland und nicht in Kiebitzreihe und erwarten, dass das von den Kiebitzreiher Gemeindevertretern akzeptiert wird“, sagte auch Maike Webb. Ein grünes Ortsschild aufzustellen, wie bei dem Gespräch von den Kommunalpolitikern vorgeschlagen, reiche bei weitem nicht aus.
Auch das Versprechen des CDU-Vertreters Heinz-Jürgen Gaude, der das Gespräch mit den Stadtwerken Neumünster, die für den Zweckverband Breitband in Sommerland das Glasfaser verlegt, suchen will, um die Kiebitzreiher Einwohner in Siethwende ebenfalls mit dem schnellen Internet zu verbinden, reicht den Anwohnern der Straße nicht. “Wir haben es schriftlich, dass wir nicht angeschlossen werden, da Kiebitzreihe aus dem Zweckverband ausgetreten ist“, sagt Anja Oest.

Zustimmung zu ihrem Antrag kommt auch von Seiten der Nachbarn von der „anderen Straßenseite“. Sigrid und Uwe Hansen, die im Jahre 2000 von Kiebitzreiher auf die Sommerländer Seite umgezogen sind, können das Ansinnen ihrer Nachbarn sehr gut nachvollziehen. „Wir würden die Kiebitzreiher gern als richtige Sommerländer sehen“, so Sigrid Hansen.

„Für uns ist jetzt wichtig, dass nicht nur wir, sondern auch die Gemeinden und die Verwaltung gemeinsame Gespräche über unseren Antrag führen. Irgendwie muss das ja weitergehen und eine Entscheidung getroffen werden. Wir werden auf jeden Fall weiter dafür kämpfen, dass wir Sommerländer werden", so Anja Oest.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen