Barmstedt : „Lassen wir uns mitreißen“

Die Besucher der Vernissage (vordere Reihe, von links: Kurator Claus Friede, Künstlerin Cristina Canale, Honorarkonsul Jan Curschmann und Karin Weißenbacher, Mitorganisatorin  der Länderwochen) bestaunten die brasilianische Tanzperformance.
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Die Besucher der Vernissage (vordere Reihe, von links: Kurator Claus Friede, Künstlerin Cristina Canale, Honorarkonsul Jan Curschmann und Karin Weißenbacher, Mitorganisatorin der Länderwochen) bestaunten die brasilianische Tanzperformance.

Barmstedter Länderwochen eröffnet: Vernissage in der Galerie III / Brasilianische Künstlerin zeigt farbenfrohe Werke

shz.de von
23. Juni 2014, 10:10 Uhr

Barmstedt | „Cristina Canale ist Malerin durch und durch. Die Kraft ihrer Werke liegt in ihrem mitreißenden, unbeschwerten und farbenfrohen Ausdruck“, sagte der Hamburger Kulturredakteur Claus Friede, Kurator der Ausstellung „Spiegel und Erinnerung“ in der Galerie III auf der Schlossinsel Rantzau. Bürgermeisterin Heike Döpke und Karin Weißenbacher, künstlerische Leiterin der Barmstedter Länderwochen zum Thema Brasilien, eröffneten die Schau mit den Werken der aus Brasilien stammenden Künstlerin.

„Ihre Werke laden zum Philosophieren ein – lassen wir uns mitreißen von der farbenfrohen Welt Brasiliens“, sagte Döpke. Canale schlage mit ihren Motiven auch eine Brücke zwischen ihrer Heimat und Deutschland, wo sie seit 20 Jahren lebt, sagte Friede.

Kreispräsident Burkhard Tiemann lobte Weißenbacher und die Stadt, die es ermöglichten, dass Barmstedt einmal mehr kulturell glänzen könne. Jan Curschmann, Honorarkonsul für Hamburg und Schleswig-Holstein, pries in einer humorvollen Rede das „unglaublich schöne südamerikanische Land“ mit seiner herzlichen, sympathischen und gastfreundlichen Bevölkerung. Er sprach aber auch die sozialen Unruhen an. „Sehen Sie diese als positives Signal, dass die Bürger ihre demokratischen Rechte einfordern, die ihnen zustehen, und die Regierung zur Verantwortung ziehen“, sagte er.

Der brasilianische Musiker und Komponist Eduardo Macedo erfreute die Zuhörer mit Musik auf Instrumenten wie Berimbau, Gitarre, Hang, Kalimba und Conga sowie mit seinem Gesang im Bossanova-Rhythmus, der in Brasilien seinen Ursprung hat. Ebenso begeisterte Miriam da Silva, die Macedos Musikreise mit einer afro-brasilianischen Tanzperformance begleitete. Das temperamentvolle Duo brachte das Publikum zum Mitmachen und erhielt lang anhaltenden Applaus.

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