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Mais-Ernte : Landwirte werben um Verständnis

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Bauern wollen versuchen, Lärm und Schmutz in Grenzen zu halten. Auch ein Nacht-Fahrverbot soll helfen.

Bis Mitte Oktober werden auf Straßen und Wirtschaftswegen wieder verstärkt landwirtschaftliche Fahrzeuge und Erntemaschinen unterwegs sein – die Maisernte beginnt. Behinderungen auf den Straßen, Verschmutzungen und teilweise auch Lärm können damit verbunden sein. „Wir möchten für mehr Verständnis und Akzeptanz für unsere Arbeit während der Ernte werben“, sagt der Klein Offenseth-Sparrieshooper Biogasanlagenbetreiber Rainer Bonnhoff. Deshalb hatte er gemeinsam mit dem Fachverband Biogas und weiteren Landwirten zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.

Bonnhoff erläuterte, wie wichtig die Verkehrssicherung und auch die Reinigung der Straßen nach der Ernte für die Landwirte ist und sagte: „Größe ist nicht gleich Geschwindigkeit.“ Er erklärte die Entwicklung der Fahrzeuggrößen, die Erntezeiten und die Technik der landwirtschaftlichen Geräte. Der Biogasanlagenbetreiber schilderte, dass die Maschinen im Gegensatz zu früher deutlich weniger Lärm machen und hoch technisiert sind. Während der Ernte sind die Maschinen der Arbeitsplatz, der über viele Stunden genutzt wird und heute auch entsprechend ausgestattet ist. Bonnhoff schlug den Bogen von der Ernte in der Vergangenheit zum heutigen Standard und blickte anschließend in die Zukunft. Mit Blick auf die Maisernte sagte er: „Mit Mais ist es wie mit Penicillin. Keiner will ihn haben, er ist aber notwendig.“

Die Pressesprecherin des Fachverbands Biogas, Andrea Horbelt, berichtete kurz über die erfolgreiche Nutzung von Biogaswärme in Schleswig-Holstein. Es gibt 620 Biogasanlagen, die 4556 Haushalte mit Wärme versorgen. Hinzu kommen 132 öffentliche Einrichtungen und 99 Unternehmen. So wurden rund 33,8 Millionen Liter Heizöl eingespart. Horbelt machte deutlich, dass der Fachverband und die Landwirte gemeinsam für eine positive Wahrnehmung sowohl der Anlagen als auch der Maisernte sorgen wollen.

Bonnhoff ergänzte, dass durch eine möglichst exakte Ernteplanung und durch laufenden Funkkontakt der Fahrzeugbesatzung untereinander, die Belastungen für die Anwohner so gering wie möglich gehalten werden sollen. Zunehmend werden auch geräuscharme Fahrzeuge eingesetzt. „Wir haben uns auf Erntezeiten von 7 bis 22 Uhr und sonntags von 8 bis 22 Uhr geeinigt. In der restlichen Nacht wird nicht gearbeitet“, so der Sparrieshooper. Er bat noch ein mal um einen respektvollen Umgang miteinander während der Erntezeit.

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erstellt am 21.Sep.2013 | 16:00 Uhr

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