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Gesperrt, aber durchlässig : L110: Straßensanierung zwischen Bevern und Ellerhoop

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die ansässigen Unternehmen bangen um ihre Kundschaft im Weihnachtsgeschäft.

shz.de von
erstellt am 12.Nov.2014 | 10:00 Uhr

Ellerhoop / Bevern | Die seit vielen Jahren sehnsüchtig erwartete Sanierung der Landesstraße L110 zwischen Barmstedt und Ellerhoop ist in ihrem zweiten Bauabschnitt zurzeit in vollem Gange. Das Teilstück zwischen dem Ortskern von Bevern bis hin zum Ortseingang von Ellerhoop zeigt sich entsprechend als eine einzige Baustelle. Die rechte Fahrspur in Fahrtrichtung Ellerhoop ist von der oberen Asphaltschicht gänzlich befreit, die linke Spur – zwar noch befahrbar, aber derzeit aufgrund der erforderlichen Arbeiten in einem nachvollziehbaren schlechten Zustand – wird vorrangig als Baustraße genutzt.

Doch die L110 ist von Bevern aus in Richtung Ellerhoop auch für Normalbürger weiterhin passierbar, eine Tatsache, die von vielen Menschen nicht realisiert wird. Kein Wunder, denn im Ortskern von Bevern, wo die Baustelle beginnt, steht ein „Durchfahrt verboten“-Schild, mit der Einschränkung „Anlieger frei“. Manch ein Pkw-Fahrer hat also Hemmungen, an diesem Schild vorbeizuziehen, oder er ist der Überzeugung, dass dieses Teilstück nach wie vor komplett gesperrt ist, denn die Baumaßnahmen begannen im September zunächst mit einer wochenlangen Vollsperrung.

„Diese missverständliche Situation kann jetzt für uns zu einem großen Problem werden“, sagt Wiebke Harder vom Hof Harder, der an diesem Teilstück seine Tannenkulturen betreibt und bei dem jetzt mit dem Verkauf von Tannengrün und bald darauf auch von Weihnachtsbäumen die Hauptgeschäftszeit beginnt. „Kunden, die zu uns wollen, dürfen die Straße von Bevern aus befahren, auch wenn sie keine Anlieger sind“, betont Hans Hermann Harder. Im Grunde haben sie ja auch ein Anliegen, nämlich diesen Betrieb oder auch die benachbarten Unternehmen, den Hof Hachmann und die Baumschule Harder, als Kunden aufzusuchen.

„Wir und auch die benachbarten Betriebe sind trotz der Baumaßnahmen gut zu erreichen. Von Bevern aus ist es gar kein Problem, da die Straße dort als Einbahnstraße in Fahrtrichtung Ellerhoop beginnt. Wer von Ellerhoop aus zu uns kommen möchte, braucht nur einen kurzen Umweg in Kauf nehmen, der zunächst in Richtung Hem-dingen und dann wieder über Bevern führt“, erklärt Harder, der keinesfalls die Sanierung der L 110 als solche in Frage stellt. „Das ist wunderbar, dass die Straße endlich in Ordnung kommt. Darauf haben wir viele Jahre gewartet“, betont er und hofft nun, dass die etwas unglückliche Zufahrtssituation im Dorfkern von Bevern eventuell durch eine klare und unmissverständliche Beschilderung beseitigt wird.

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