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Barmstedter Zeitung

25. Juni 2017 | 04:06 Uhr

Barmstedt : Kunst und Körner quetschen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Historisches Arbeitsgerät und viele Spiel- und Entdeckerstationen für Kinder standen auf dem Programm des Mühlentags in Barmstedt, der zahlreiche Besucher anlockte. Auch die zweite große Veranstaltung des Wochenendes zog viele Interessierte an – im Skulpturenpark zeigten neun Künstler ihre Arbeiten.

Barmstedt | Ein Besuchermagnet waren der dreitägige Skulpturenpark auf der Schlossinsel von Freitag bis Pfingstmontag und der Mühlentag am Montag an der Rantzauer Wassermühle. Den elften Skulpturenpark eröffneten der Kulturausschussvorsitzende Hans-Christian Hansen und die Künstlerin Karin Weißenbacher, die vor dem offiziellen Beginn von einem NDR-Fernsehteam für das Schleswig-Holstein Magazin interviewt wurde. Hansen lobte das Engagement der Künstlerin, erneut ein breites Spektrum von Kunstwerken aus verschiedenen Materialien von neun Künstlern im Außenbereich der Schlossinsel gemeinsam mit der Stadt organisiert zu haben. „Kunst und Landschaft sowie Mensch und Kultur finden hier eine Einheit“, sagte er, der den Besuchern anregende Gespräche mit den anwesenden Künstlern wünschte.

Weißenbacher bestätigte, dass der Dialog mit den Künstlern groß geschrieben werde. „Die verschiedenen Werke überwiegend aus Holz, Stein und Bildhauerei bilden in diesem idyllischen Ambiente ein Gesamtkunstwerk“, sagte sie. „Es gibt keine Schokoladenecke zum Ausstellen, jeder Besucher nimmt die Verschiedenartigkeit der Kunstwerke individuell wahr“, sagte sie, die die einzelnen Künstler vorstellte und sich bei Uschi Proll für die Öffnung des Museums und bei der Baumschule Hachmann für den Rhododendron-Schmuck bedankte.

Jo Köser und Nicola Hartmann interessierten sich für Maren Pankes Holzskulpturen, die Bewegungen ausdrücken. Mechthild Kinne-Attias fand den schwarzen Humor von Peer Oliver Nau mit seiner geschnitzten Frauenfigur „Hausputz“ mit dem abgeschlagenen Männerkopf in der Hand köstlich.

Musikalisch verwöhnten Petra mit souliger Stimme zur Gitarre sowie Jochen Nickel mit dem Saxophon und die Klezomanen die Besucher. Ein großes Programm hatten die Mühlenbesitzer Annelie und Reimer Mohr sowie Sohn Björn für den Mühlentag bereitgestellt. Getreide zu Haferflocken quetschen, frisch gemahlenes Mehl oder Schrot erwerben, einen Mühlentaler per Hammerschlag selbst prägen oder am Glücksrad drehen.

Das alte Handwerk Reepschläger (Seiler) probierte Karla (9) aus, indem sie mit Hilfe einer Winde ein Seil fertigte. Thilo (2) bewunderte die Küken, die aus dem Gefieder der Glucke vom Geflügelzuchtverein herausschauten. Ebenso präsentierte der Kaninchenzuchtverein einige Tiere. Mathilda (3), Max (7), Edgar (3) und Karl (4) standen begeistert an der Wasserrinne und betätigten die kleinen Mühlenräder. Mika (4) warf mit Schwung Holzköpfe an der Wurfbude. Besucher saßen auf der Wiese am Schleusengraben und ließen sich zur Livemusik von den Moneybrothers Leckereien schmecken. Ponyreiten war bei Kindern sehr begehrt. Erwachsene bewunderten dafür die historischen Dampfmaschinen und Traktoren.

In der Mühle wurden Filme über Mühlen gezeigt sowie eine Bildausstellung von der Rantzauer Wassermühle. Die Geschichtswerkstatt präsentierte Jahrbücher mit ausgesuchten Artikeln und Originalfotos der Barmstedter Zeitung aus den 60er Jahren. Moritz und Hannes (beide 13) verdienten sich Geld für eine Klassenfahrt, indem sie Besuchern eine Rikschafahrt etwa zu den Parkplätzen oder um den See anboten. „Wir bemühen uns, den Besuchern jedes Jahr Bewährtes und Neues zu bieten“, so Reimer Mohr. Zum ersten Mal kostete das Abstellen des Autos auf dem großen Parkplatz einen Euro Gebühr. Die meisten Parker fanden es in Ordnung und hätten auch mehr bezahlt.

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