Kunst-Ausstellung mit Kultstatus

Renko (links) prägt mit Anton die Rantzauer Münze.
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Renko (links) prägt mit Anton die Rantzauer Münze.

Bildhauerische Arbeiten zwischen historischen Gemäuern und der Mühlentag lockten über Pfingsten viele Besucher auf die Schlossinsel

shz.de von
26. Mai 2015, 16:00 Uhr

„Wunderbare Kunst gibt es hier zu sehen“, schwärmte Bürgermeisterin Heike Döpke anlässlich der Eröffnung des neunten Skulpturenparks auf dem Außengelände der Schlossinsel. Sie dankte dem Touristenbüro und der Künstlerin Karin Weißenbacher für die Organisation und forderte die Besucher auf, den Kontakt mit den zehn anwesenden Künstlern zu suchen. Kreispräsident Burkhard Tiemann ergänzte: „Der Skulpturenpark ist einmalig im Kreis Pinneberg und hat bereits Kultstatus.“

Weißenbacher stellte die Künstler aus etlichen Bundesländern vor und dankte auch den Stadtwerken für die Unterstützung sowie der Baumschule Hachmann für den Rhododendrenschmuck. Die bildhauerischen Arbeiten zwischen den historischen Gemäuern auf der Insel hatten den Schwerpunkt Metall. Aber auch Skulpturen aus Keramik, Holz und Granit sowie Bronze gab es zu bestaunen. Elisabeth Theilig streichelte immer wieder über die geschliffenen und polierten Flächen der Granitarbeiten von Jürgen Gaedke aus Norderstedt. „Die weiche Oberfläche mit den schönen Maserungen muss ich einfach anfassen“, sagte sie.

Michael Schönfelder gefiel die Farbenvielfalt der Holzfiguren von Peer Oliver Nau aus Ellerbek. Andere Besucher freuten sich über die kleinen Skulpturen mit den lustigen Kopfbedeckungen wie Nistkasten, Henne, Kochtopf oder Kürbis von Joachim Röderer aus Magdeburg. Renate Fürst, selbst Künstlerin, und Rudolf Bestfleisch sind Stammgäste. „Hier herrscht eine interessante Vielfältigkeit, es wir nie langweilig“, so Bestfleisch.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Jochen Nickel mit dem Saxophon und Petra mit tonalen Installationen per Gesang und Gitarre.

Am Pfingstmontag lud die Familie Mohr mit einem Programm für alle Altersgruppen zum traditionellen Mühlentag an der Wassermühle am See ein. Umdrängt wurde etwa die Gutsdreschmaschine im Maßstab 1:4 und diverse alte landwirtschaftliche Vehikel. Kinder genossen Treckerfahrten und Ponyreiten, mahlten Korn mit alten Handmaschinen oder quetschten Haferflocken wie Martha (6) und Emma (10) aus Elmshorn. Andere probierten das Mini-Wasserrad aus. Der Geflügel- und Kaninchenzuchtverein stellten ihre Tiere zur Schau. Im Mühlenhof saßen Besucher auf Bänken, aßen Kuchen aus dem Schleusen-Café und lauschten der Musik der Gruppe „Moneybrothers“. Wer Glück hatte, sah den Geist im Mühlenkeller oder den Wassergeist im Mühlenteich.

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