Elmshorn : Krückau-Brücke: Ampel soll her

Nur wenig Platz: Kreissprecher Oliver Carstens betont, dass die neue Brücke genauso hoch sei wie die alte.
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Nur wenig Platz: Kreissprecher Oliver Carstens betont, dass die neue Brücke genauso hoch sei wie die alte.

Eine sichere Querungshilfe ist nötig. Den Weg unter dem neuen Bauwerk gibt es nicht mehr.

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12. Januar 2018, 16:00 Uhr

Elmshorn | Die neue Brücke über die Krückau an der Wittenberger Straße steht. Der Verkehr fließt reibungslos. Allerdings nur oben. Direkt unterhalb des Bauwerks gibt es keinen Weg mehr für Fußgänger und Radfahrer. An dieser Stelle wird der Krückauwanderweg zur Sackgasse. „Wir arbeiten gemeinsam mit dem Kreis an einer Lösung für eine sichere Querung der Straße. Eine Bedarfsampel wäre eine Möglichkeit“, erklärte Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje. Die Stadt wäre wohl auch bereit sich an den Kosten für eine Ampel zu beteiligen. Bis zu 20 000 Fahrzeuge nutzen die Kreisstraße täglich.

„Die neue Brücke ist genauso hoch wie die alte“, betont Kreissprecher Oliver Carstens. Um den Krückauwanderweg zwischen Elmshorn und Barmstedt zu erhalten, hätte ein sogenannter Trog gebaut werden müssen. Der Kreis und Stadt hatten sich nach intensiven Beratungen gemeinsam gegen diese Variante entschieden. „Das wäre erheblich teurer geworden. Es hätte die Bauzeit verlängert und wäre auch technisch nur schwer umsetzbar gewesen“, sagt Hatje. Unter anderem hätte der Weg unter der Brücke, direkt an der Krückau, aufwändig gegen Hochwasser geschützt werden müssen.

„Die von uns gewählte Brückenlösung war alternativlos“, stellt Silke Dräger vom zuständigen Bauamt des Kreises ummissverständlich klar. Eine andere Konstruktion hätte ein Planfeststellungsverfahren nötig gemacht. Dauer: bis zu zwei Jahren. „Diese Zeit hatten wir gar nicht. Die Brücke drohte zu kollabieren. Es war Gefahr im Verzug“, sagt Dräger.

Das Brückenprojekt stand vom ersten Tag an unter enormen Zeitdruck. Die Umleitungsstrecken führen teilweise durchs Elmshorner Stadtgebiet und sorgten über Monate für Staus und Stress. Zudem stand der Kreis beim Land im Wort, das Bauvorhaben 2017 abzuschließen. Grund: Nur unter dieser Bedingung hatte das Land die geplanten Sanierungsarbeiten auf der L75 verschoben, damit sie während der Bauzeit als Umleitungsstrecke genutzt werden konnte.

Der Krückauwanderweg unter der Brücke: Gefühlt haben die Radfahrer früher immer automatisch die Köpfe eingezogen – weil nicht viel Luft nach oben war. „Das war gar nicht mehr genehmigungsfähig“, betont Elmshorns Bürgermeister.

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