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20.000 Euro-Gutachten : Kritik vom Handels- und Gewerbeverein Barmstedt

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Wie berichtet, hat der Hauptausschuss die Verwaltung beauftragt, das Thema Stadtmarketing voranzubringen.

shz.de von
erstellt am 15.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Barmstedt | 20.000 Euro für ein Gutachten zum Stadtmarketing: Das könnte sich die Stadt sparen, meint der Handels- und Gewerbeverein Barmstedt (HGB). „Was dabei herauskommt, kann man sich schon denken“, erklärte die stellvertretende Vorsitzende Heike Brinckmann im Namen der HGB-Mitglieder. Bei der Ideen-Werkstatt, zu der der HGB im Juni 2014 eingeladen hatte, hätten sich mehrere Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit dem Thema Stadtmarketing befasst hätten. „Es gab so viele Ideen von engagierten Bürgern, da hätte die Stadt einfach draufspringen können“, so Brinckmann. Zudem sei erarbeitet worden, was ein Stadtmarketing leisten könnte.

Wie berichtet, hat der Hauptausschuss die Verwaltung beauftragt, das Thema Stadtmarketing voranzubringen. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, zunächst ein Gutachten erstellen zu lassen, um Grundlegendes – etwa die Rechtsform und die Frage, wo die Stadt hin will – zu klären. Doch ob das Geld ausgegeben wird, ist noch nicht klar: Bevor ein konkreter Auftrag erteilt wird, soll die Verwaltung ihn noch einmal der Politik vorlegen.

Ein professionelles Stadtmarketing sei auch für Barmstedt wichtig, sagte Brinckmann. „Aber die Vorarbeit hatten wir damals eigentlich gemacht.“ Allerdings habe der HGB immer betont, „dass wir nur der ,Anschieber’ sein konnten und ein Stadtmarketing von der Verwaltung und aktiven Bürgern getragen werden muss. Wir hatten bereits bei der Startveranstaltung erläutert, dass der HGB dabei nicht dauerhaft allein führend tätig sein will und kann.“ Als sich der HGB dann aus den Gruppen zurückgezogen habe, „hätten wir uns die Unterstützung der Stadt gewünscht“.

„Vier große Märkte pro Jahr reichen“

Statt 20.000 Euro für ein Gutachten auszugeben, „könnte man das Geld lieber nutzen, um die damals entwickelten Ideen umzusetzen“, so Brinckmann. Die Veranstaltung sei zwar nicht „professionell“ gewesen, „aber da es sich ausschließlich um Barmstedter handelte, wussten wir, was in Barmstedt geht – oder eben nicht“. So seien ein einheitlicher Auftritt der Stadt nach außen und die Einbindung der Wirtschaft sicher sinnvoll – mehr als vier große Märkte pro Jahr hingegen nicht. „Das ist schon jetzt eine Herkulesaufgabe, und ich denke – wenn man noch die Veranstaltungen auf der Schlossinsel sieht –, mehr brauchen wir nicht.“

Sollte Barmstedt es mit dem Stadtmarketing ernst meinen, müsse dafür aus ihrer Sicht eine hauptamtliche Stelle geschaffen werden, sagte Brinckmann. „Das muss vielleicht nicht unbedingt eine Vollzeitstelle sein, aber nebenbei schafft man das nicht.“

Die Gruppe „Gesellschaftliches Leben“ ist die einzige Gruppe aus der Ideen-Werkstatt, die es noch gibt. Sie hat unter anderem die Willkommenstaschen und die Lesetage initiiert. Andere Ideen waren die Beschilderung der Wanderwege (umgesetzt), ein Erdbeer-, ein Weinfest und eine Open-Air-Bühne am See.
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