Kräftemessen auf dem Acker

Über den Tag verteilt kamen etwa 1000 Zuschauer.
1 von 3
Über den Tag verteilt kamen etwa 1000 Zuschauer.

Trecker Treck Lutzhorn: 1000 Zuschauer verfolgen die Wettkämpfe der PS-Giganten

shz.de von
18. Juni 2018, 16:00 Uhr

Lautes Dröhnen von Motoren und das Aufsteigen von schwärzlichen Rauchschwaden an der Reihe in Lutzhorn waren am Sonnabend eindeutige Zeichen dafür, dass an diesem Tag ein besonderes Ereignis stattfand: das Trecker-Treck – von Freunden dieser ungewöhnlichen Sportart auch gern „Norddeutsche Olympiade“ genannt. Insgesamt 163 Teilnehmer aus Lutzhorn, den Nachbargemeinden und dem weiteren norddeutschen Raum ließen es sich nicht nehmen, mit ihren maschinellen Helfern nach Lutzhorn zu tuckern, um dort die Konkurrenz aufzumischen. Es war bereits die 25. Veranstaltung dieser Art, die das Trecker-Treck-Team Lutzhorn (TTTL) organisierte, wobei sich das Event in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zu einem weithin beachteten Sportgaudi entwickelte.

Vertreten auf dem Traktor-Pulling waren Gewichtsklassen von „David“ bis „Goliath“, sprich: von 2,4 bis 14 Tonnen. Hinter dem Lenkrad saßen nicht nur fest entschlossene Männer, die einen Platz auf dem Siegertreppchen einnehmen wollten, sondern auch eine Reihe von Frauen, die auf vergangenen Veranstaltungen längst bewiesen hatten, dass sie ihren männlichen Mitstreitern in nichts nachstehen. Sie traten in der Sechs-Tonnen-Klasse an. Da das Wetter trocken blieb, erschienen auch die Zuschauer zahlreich: Über den Tag verteilt waren es etwa 1000 – angesichts der Lutzhorner Einwohnerzahl von rund 800 bemerkenswert.

Nicht lange nach dem morgendlichen Hähnekrähen eröffnete die 2,5 Tonnen-Farmerklasse das Kräftemessen auf der Rennbahn. Dann ging es Schlag auf Schlag weiter. Ein Trecker nach dem anderen erschien im Oval der Rennbahn, um möglichst einen „Full Pull“ zu erreichen, das heißt: 80 Meter mit dem Bremswagen im Schlepptau zurückzulegen. Durch die Verlagerung des Gewichts auf dem Wagen gestaltete sich das von Meter zu Meter schwieriger.

Einen guten Tag erwischt hatte Jürgen Behnke vom HTTC Heede. Er trat in der 2,5-TS-Klasse an und siegte. „Dafür habe ich aber auch viele Jahre üben müssen“, erklärte er gegenüber dieser Zeitung. Auf einen zweiten oder dritten Platz hoffte Aylen Pingel aus Barmstedt. Sie trat nicht nur in der typischen Frauenklasse (sechs Tonnen), sondern auch in der 4,5-Tonnen-Klasse an. Wie sich später herausstellte, erreichte sie ihre Ziele nicht. Spaß habe es ihr aber trotzdem gemacht.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen