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„Wir hoffen auf mehr Nutzer“ : Kooperation der Volkshochschulen Barmstedt und Elmshorn soll das Angebot verbessern

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Insgesamt gibt es 450 Kurse im ersten Semester 2016. Vor allem kleine Volkshochschulen haben mit sinkenden Teilnehmerzahlen zu kämpfen.

shz.de von
erstellt am 17.Nov.2015 | 10:00 Uhr

Barmstedt/Elmshorn | Die Zeiten haben sich geändert, sagt Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje (parteilos). „Der 55-Jährige, der nach Feierabend noch spanisch lernt, ist heute die Ausnahme.“ Daher hätten vor allem kleine Volkshochschulen (VHS) mit sinkenden Teilnehmerzahlen zu kämpfen – bei steigenden Fixkosten. Das gelte auch für die Barmstedter VHS, die deshalb jetzt mit der Elmshorner Bildungseinrichtung kooperiert. Gestern unterzeichneten Hatje und seine Amtskollegin Heike Döpke (parteilos) den entsprechenden Vertrag. Die Zusammenarbeit beginnt am 1. Januar 2016 und ist auf fünf Jahre angelegt.

„Wir hoffen auf Synergieeffekte und steigende Nutzerzahlen“, sagt Döpke. Bislang zählt die Barmstedter VHS etwa 750 Teilnehmer pro Jahr – die Elmshorner etwa 11  000. Im ersten Halbjahr 2016 werden sie aus etwa 450 Kursen wählen können – 400 in Elmshorn, 50 in Barmstedt. „Das Gute ist: Wenn früher ein Kurs nicht zustande kam, weil es zu wenig Teilnehmer gab, könnte sich das jetzt ändern“, so Hatje. Beide Städte seien innerhalb von zehn Minuten zu erreichen. „Da hoffen wir, dass Elmshorner auch für einen Kurs nach Barmstedt fahren und umgekehrt.“ Zudem sei die Elmshorner VHS ein anerkannter Träger für bestimmte Angebote wie Bildungsurlaube und Deutsch als Zweitsprache. „Das hatten wir bisher nicht“, so Döpke.

Bezüglich der Anmeldungen werde sich für die Barmstedter Nutzer nicht viel ändern, sagt VHS-Leiter Hinnerk Goos. „Sie müssen theoretisch in Elmshorn anrufen, aber wenn jemand bei uns landet, werden wir das auch aufnehmen.“ Das meiste laufe aber mittlerweile sowie über das Internet. Beide Volkshochschulen werden ihre eigene Seite behalten, die aber miteinander verlinkt werden, so Elmshorns VHS-Leiterin Karen Wurr. Ab Mitte Dezember solle das Programm für das erste Halbjahr 2016 online stehen. Ab Januar sollen dann die Hefte an alle Haushalte im Einzugsbereich verteilt werden.

Beiden Städten gehe es nicht nur darum, ihre Volkshochschulen zu erhalten, sagte Hatje. „Wir hoffen auch, dass wir damit die Defizite senken.“ In Elmshorn betrage es etwa 390.000, in Barmstedt rund 40.000 Euro. Im ersten Jahr werde aber noch nichts eingespart, sagte Hatje. Für Barmstedt bedeutet die Zusammenarbeit zunächst sogar höhere Kosten: 21.000 Euro zahlt die Stadt dafür, dass Elmshorn künftig die Verwaltung der VHS übernimmt. Im Gegenzug würden die Mitarbeiter mit der insgesamt halben Stelle für andere Aufgaben zur Verfügung stehen, so Döpke.

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