Königstraße: „Schilder stehen da nur zum Spaß“

Für Lkw gilt auf der Königstraße Tempo 30. Doch daran halte sich keiner, sagt Anwohner Matthias Bornholdt.
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Für Lkw gilt auf der Königstraße Tempo 30. Doch daran halte sich keiner, sagt Anwohner Matthias Bornholdt.

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14. Juni 2014, 13:05 Uhr

Die Anwohner hatten jahrelang darum gekämpft – vor einigen Monaten war es dann geschafft: Auf der Königstraße gilt für Lkw ein Nachtfahrverbot und Tempo 30. Doch das zeige keine Wirkung, wie Matthias Bornholdt während Stadtvertretersitzung berichtete. „Die Schilder stehen da offenbar nur zum Spaß. Es hält sich keiner dran“, sagte er. Viele Häuser hätten durch die Erschütterungen Risse. „Aber es gibt anscheinend kein Bestreben, den Verkehr umzuleiten.“ Selbst, wenn die Meiereistraße – die den Kuhberg vom Lkw-Verkehr entlasten soll – jemals gebaut werden sollte, würde das den meisten Anwohnern der Königstraße nicht helfen.

Die Probleme seien bekannt, sagte Peter Gottschalk (FWB). Gegenüber den 70er und 80er Jahren habe sich der Verkehr auf der Königstraße bereits reduziert. Sollte er umgeleitet werden, „muss man sich fragen, zu  wessen Lasten das dann geht“. So hätten sich schon Anwohner der Marktstraße über vermehrten nächtlichen Lkw-Verkehr beschwert. Die Situation müsse „für alle erträglich“ sein, sagte Gottschalk. „Daran arbeiten wir gerade im Rahmen des neuen Verkehrskonzepts.“ Doch eine Garantie, dass es für alle besser werde, könne keiner geben. „Dann müssten wir die Autos abschaffen.“

Fachamtsleiter Uwe Dieckmann erklärte, die Stadt sei zwar nicht zuständig, „aber wir messen und zählen trotzdem häufiger. Gern auch auf Anfrage.“

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