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Mit Wehmut ins neue Jahr : Kölln Reisiek: Letzter Empfang für scheidende Bürgermeisterin

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Veranstaltung wurde im Wesentlichen geprägt von der Rede des Gemeindeoberhaupts, in der Karin Röder noch einmal die bedeutendsten Ereignisse und Aktivitäten 2015 Revue passieren ließ und einen Ausblick auf 2016 gab.

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erstellt am 05.Jan.2016 | 12:02 Uhr

Kölln-Reisiek | Ein Hauch von Wehmut lag über dem Neujahrsempfang der Gemeinde Kölln-Reisiek, zu dem Bürgermeisterin Karin Röder geladen hatte. Sie selbst, genauer ihr bevorstehender Rücktritt von ihrem Amt, den sie vor den etwa 100 Gästen bestätigte, gab dazu den Anlass.

Die Veranstaltung wurde im Wesentlichen geprägt von der Rede des Gemeindeoberhaupts, in der Karin Röder noch einmal die bedeutendsten Ereignisse und Aktivitäten 2015 Revue passieren ließ und einen Ausblick auf 2016 gab. Außerdem überreichte Doris Timm vom örtlichen DRK dem Vorsitzenden des Freundeskreises für Ergli und Umgebung, Harm Münster, eine Spende in Höhe von 500 Euro. Und auch eine Reihe von Blumensträußen wechselten an diesem Morgen den Besitzer. So freute sich Uwe Stoltenberg, der ein halbes Menschenleben der Wehr angehört und „immer einsatzbereit ist“, wie es hieß, über einen bunten Strauß.

Ausführlich widmete sich die Bürgermeisterin in ihrer Rede dem Anbau an den Raum der Betreuenden Grundschule – eigentlich kein großes Bauprojekt. Das Problem sei der Zeitfaktor gewesen, denn es musste zum Beginn des Schuljahres 2015/16 fertiggestellt sein. Dass es schließlich nach viel Stress geklappt habe, sei dem täglichen Einsatz des Bauausschussvorsitzenden Birger Paulsen zu verdanken.

Als „große, nicht geplante Herausforderung“ bezeichnete Röder den Flüchtlingszustrom. Mittlerweile hat das Amt Elmshorn-Land in Kölln Reisiek drei Häuser, drei Wohnungen und und die beiden ehemaligen Rentnerwohnungen angemietet und etwa 30 Flüchtlinge untergebracht. „Eigentlich sollten die ehemaligen Rentnerwohnungen abgerissen und das Grundstück neben der Bücherei verkauft werden“, so die Bürgermeisterin. „Aufgrund der Notlage haben wir erst einmal darauf verzichtet und uns entschlossen, die Gebäude bewohnbar zu machen.“ Die Wiederherstellungskosten der Gebäude würden sich innerhalb von vier Jahren durch die regelmäßig eingehenden Mieteinnahmen amortisieren. Nach wie vor besteht aber in Kölln-Reisiek, das keine größeren Gemeinschaftsunterkünfte will, großer Wohnraumbedarf.

Zwei Negativfaktoren trübten die ansonsten positive Jahresbilanz des Gemeindeoberhaupts: die starke Feuchtigkeit, die in der gerade energetisch sanierten Mehrzweckhalle (MZH) auftrat, sowie die erheblichen Kosten, die der Gemeinde im Abwasserbereich durch einige verantwortungslose Bürger entstehen, die in der Toilette Sachen wie Wischlappen, Binden und Tampons entsorgen – das koste in manchen Monaten mehr als 10  000 Euro für Reparaturen.

Kurzer Ausblick der Bürgermeisterin

Der Ausblick auf das laufende Jahr durch die Bürgermeisterin gestaltete sich verhältnismäßig kurz. So ist vorgesehen, die durchgeführten Verkehrszählungen auszuwerten und über eventuelle Konsequenzen nachzudenken. Außerdem wird die Planung des Bebauungsplans 19 konkretisiert, so dass die vielen Bauwilligen bald erfahren, ob sie das Glück haben, in Kölln-Reisiek bauen zu dürfen.

Zum Schluss ihrer Rede ging Röder auf ihren bevorstehenden Rücktritt Ende Januar ein. Sie habe das Amt gern ausgeübt, wolle es aber nach fast 19 Jahren in jüngere Hände legen. Nach dem offiziellen Teil des Neujahrsempfangs hatten die Gäste Gelegenheit, sich bei einer Tasse Kaffee und Schmalzbrot auszutauschen.

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