zur Navigation springen
Barmstedter Zeitung

23. November 2017 | 05:03 Uhr

Kölln-Reisiek : Abwasser wird teurer

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Kommunalpolitiker diskutieren um die Höhe der Preisanpassung. Grund ist die Erhöhung der Durchleitungsgebühr.

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2017 | 16:00 Uhr

Kölln-Reisiek | Die Kölln-Reisieker werden im kommenden Jahr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mehr Geld für ihr Abwasser zahlen müssen. Die Frage ist nur, wie hoch die Gebühr sein wird. Der Finanz- und Planungsausschuss hat während seiner Sitzung am Donnerstagabend noch keine Empfehlung ausgesprochen. Dies soll aber die Gemeindevertretung, die am Donnerstag, 9. November, tagt, tun. Letztlich wird es auch darum gehen, ob an der Struktur der Abgaben etwas geändert wird oder nicht.

Aktuell kostet der Kubikmeter Abwasser 2,70 Euro. Für einen Vier-Personen-Haushalt, für den durchschnittlich nach Angaben der Amtsverwaltung Elmshorn-Land 180 Kubikmeter anfallen, sind das 486 Euro im Jahr. Auf dem Tisch liegt ein Vorschlag des Amts, diese für die Jahre 2018 und 2019 auf 2,84 Euro anzuheben. Das würde Familien um rund 22 Euro pro Jahr mehr belasten.

Dies sei „sehr moderat geplant“, sagte Amts-Mitarbeiterin Maritt Mokelke, die zusammen mit Amtsdirektor Roland Reugels den Kommunalpolitikern, ergänzt um die Mitglieder des Wegeausschusses, die Zahlen vorstellte. Begründet wird der Vorschlag mit einer Erhöhung der sogenannten Durchleitungsgebühr seitens der Stadtentwässerung Elmshorn um 41 Prozent. Diese zahlt Kölln-Reisiek dafür, dass der gemeindliche Schiet durch das Rohrleitungsnetz der Nachbarstadt in Richtung Klärwerk Hetlingen fließt.

Zur Diskussion steht aber auch eine Aufsplittung der Gebühr in zwei Bereiche: eine monatliche Grundgebühr für jeden angeschlossenen Wasserzähler zuzüglich einer Zusatzgebühr für den tatsächlichen Verbrauch je Kubikmeter. Dies würde vor allem eine Entlastung von Familien und Mehr-Personen-Haushalten bedeuten, während Single-Haushalte beim aktuellen System bei einer Erhöhung aufgrund des geringeren Verbrauchs von durchschnittlich 40 Kubikmetern besser dastünden. „Eine gerechte Lösung gibt es nicht, aber ist das eine gerechtere als die jetzige“, sagte SPD-Fraktionschef Peter Lindemann.

Das Thema wurde zur weiteren Beratung in die Fraktionen verwiesen. Angestrebt ist, am Donnerstag im Gemeinderat eine Grundsatzentscheidung zu fällen. Der nötige Satzungsbeschluss könnte erst in der Sitzung am Donnerstag, 14. Dezember, gefasst werden.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen