Klagewelle: Beamte wollen mehr Geld

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18. Mai 2013, 01:14 Uhr

Kiel | Auf die Regierung in Kiel rollt eine Welle mit bis zu 1800 Klagen von Landesbediensteten zu. Sind die erfolgreich, muss Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) die Gehälter der betroffenen Beamten rückwirkend um insgesamt bis zu neun Millionen Euro aufbessern.

Der Konflikt geht zurück auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Danach dürfen Beamte nicht nach Lebensalter bezahlt werden, maßgeblich ist die ausgeübte Tätigkeit. In diesem Sinne war das Landesbeamtengesetz zum 1. März 2012 geändert worden. Das Urteil entfaltet jedoch nach Meinung von Gewerkschaften eine Rückwirkung bis ins Jahr 2009. Wer zu diesem Zeitpunkt nicht korrekt eingruppiert war, könne Einspruch gegen entsprechende Besoldungsbescheide einlegen. Genau das taten 1800 Landesbedienstete und fordern auf Empfehlung der Gewerkschaften sowie des Beamtenbundes jeweils rund 5000 Euro mehr Geld. Kommentar Seite 24

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