Lutzhorn : Kitze vor dem Tod gerettet

Lutzhorner Jäger retten eine Reihe von Rehkitzen vor dem sicheren Tod.
Lutzhorner Jäger retten eine Reihe von Rehkitzen vor dem sicheren Tod.

Jagdgemeinschaft Lutzhorn ist verstärkt im Einsatz für den Nachwuchs der Rehe unterwegs. Schäden durch Wildschweine.

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30. Juli 2014, 16:00 Uhr

Lutzhorn | Für die Mitglieder der Jagdgemeinschaft Lutzhorn, die sich als Heger und Pfleger der Natur verstehen, gibt es auch in den Sommermonaten alle Hände voll zu tun. Über eine besondere Aktion berichtete der Waidmann Jörg Bünting – nämlich die erfolgreiche Rettung von Rehkitzen in der Gemeinde Lutzhorn.

„Bevor das Gras für die Silage gemäht wurde, haben wir die Grünlandflächen nach Jungtieren abgesucht und auch eine Hand voll entdeckt“, so Bünting. „Wir haben sie dann aufgenommen und in Knicks abgesetzt.“ Es versteht sich von selbst, dass die Jäger dabei Handschuhe tragen: So nimmt die Ricke, die sich in der Nähe aufhält, ihr Junges auch wieder an. Ohne die Rettungsaktion der Jäger würde so manches Rehkitz in die Mähmaschine geraten und qualvoll verenden.

Eine weitere Aktion der Lutzhorner Jäger betraf den Schutz von Maisfeldern vor Schwarzwild. Dazu wurden Elektrozäune aufgestellt, die natürlich auch regelmäßig kontrolliert werden müssen. Die Wildschweine halten sich laut Bünting gern in Roggen- und Rapsfeldern auf und wechseln später in die Maisfelder. Wo sie auftauchen, richten sie erhebliche Schäden an: Landwirte wissen davon ein Lied zu singen.

Wie der Lutzhorner festgestellt hat, tritt das Schwarzwild jetzt wieder vermehrt auf, nachdem die Population einige Jahre lang zurückgegangen ist. Es darf bejagt werden, allerdings genießen die Bachen Elternschutz. Geschützt ist aktuell das Rotwild, das zu dieser Jahreszeit Kälber setzt, sowie das Flugwild. Die Bockjagd hingegen, also die Jagd auf das männliche Rehwild, läuft gerade. Dabei geht es darum, den vorgeschriebenen Abschussplan zu erfüllen.

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