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Barmstedter Zeitung

24. November 2017 | 07:01 Uhr

Barmstedt : Kita-Kinder schützen das Klima

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Barmstedter „Rasselbande“ nimmt an einer Kampagne des Klimabündnisses teil. Nachhaltigkeit steht im Fokus.

shz.de von
erstellt am 07.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Die Kinder der Haus- und Waldgruppe der Barmstedter Kita „Rasselbande“ waren vor kurzem als kleine Klimaschützer unterwegs. Die Kita beteiligte sich zum wiederholten Mal mit verschiedenen Schwerpunkten an der europaweiten Kampagne des Klimabündnisses. Die Mädchen und Jungen sammelten „Meilen für das Weltklima“.

„Wir haben Kinder, Eltern und uns selbst zum Beispiel dafür sensibilisiert, bewusst auf das Auto zu verzichten, wenn es möglich ist“, sagte Kitaleiterin Andrea Reck. „Wir versuchen in Zusammenarbeit mit den Eltern, die Kinder für Themen wie Klimawandel, Nachhaltigkeit und Mobilität hellhörig zu machen“, sagte sie weiter und betonte: „Man muss etwas tun, wenn man etwas verändern will.“ Die jungen Klimaschützer klebten Meilenpunkte in ihre Sammelalben, wenn sie per Rad und Roller oder zu Fuß in den Kindergarten kamen. Auch jede andere ohne Auto zurückgelegte Entfernung wurde honoriert. Ob es per Fahrrad oder zu Fuß zum Sport oder zum Einkaufen ging, oder eine größere Entfernung mal mit Bahn oder Bus zurückgelegt wurde. „Das Fahrrad als Fortbewegungsmittel wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken, ist auch unser Ziel“, so Reck.

Weitere Punkte gab es für Energiesparmaßnahmen. Die Kinder der Hausgruppen etwa achteten darauf, das Licht auszuknipsen, wenn sie einen Raum verließen. Die jungen Klimaschützer erfuhren, über wie viele Kilometer etwa ein Käse aus Bayern oder Früchte und Gemüse aus dem Ausland hierher transportiert werden – weshalb regionale Erzeugnisse zu bevorzugen seien. Einige Kinder kennen Hühnermobile und Hofläden, wo sie regionale Produkte erhalten. Andere waren auch zum Erdbeerpflücken in Lutzhorn. Das alles, wissen die Kinder nun, ist zu Fuß und per Rad erreichbar.

Die Jungen und Mädchen der Waldgruppe erkundeten die Stadt mit der Frage, was sie schlecht fanden und was verbessert werden könne. „Hier stinkt es“, sagten sie, die einem Autoauspuff viel näher sind als Erwachsene. „In der Stadt gibt es gar nichts für Kinder“, registrierten sie, die auch die Straßen für zu eng befinden, weil Autos häufig auf den Gehwegstreifen ausweichen, wo die Kinder laufen. Sie zählten die Parkplätze für Autos am Küsterkamp und kamen auf 165 Stück. Dagegen entdeckten sie an der Ecke der Rantzau Apotheke einen Radparkplatz für nur 13 Räder. Die Erzieher rechneten aus, dass auf dem großen Parkplatz vor den Supermärkten 2000 Räder stehen könnten. Wenn die Leute denn mit dem Rad zum Einkaufen führen.

Und was fanden die Kinder gut? „Wir haben am Erdbeerstand Erdbeeren geschenkt bekommen“, riefen sie begeistert. Auch der Spielplatz am See erhielt gute Noten. Sie sammelten fleißig Punkte, und die Alben – die auch Anregungen für Spiele und die Aufforderung enthalten, verschiedene Dinge aus der Natur zu sammeln – füllten sich schnell. Alle „Meilen für das Weltklima“ werden den Initiatoren des Klimabündnisses zugesandt, die die Ergebnisse den Teilnehmern der UN-Klimakonferenz in Bonn im November 2017 überreichen werden.

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