zur Navigation springen
Barmstedter Zeitung

25. November 2017 | 02:42 Uhr

Kinderstadt: Am Montag geht’s los

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

barmstedter AuenlandVierte Auflage mit 120 Teilnehmern, darunter neun Kinder aus Flüchtlingsfamilien / Zeltstadt am Gymnasium

shz.de von
erstellt am 14.Okt.2017 | 15:50 Uhr

Die vierte Barmstedter Kinderstadt Auenland steht kurz vor der Eröffnung: Am kommenden Montag, 16. Oktober, werden die 120 jungen Teilnehmer auf dem Gelände am Gymnasium begrüßt. Die zwischen acht und zwölf Jahre alten Mädchen und Jungen „haben einen der begehrten Plätze ergattert“, wie Mitorganisatorin Susanne Golditz berichtete – denn schon zwei Stunden nach dem Anmeldestart sei die Ferienaktion ausgebucht gewesen. Fünf Tage lang – bis Freitag, 20. Oktober – werden die Teilnehmer lernen, wie Demokratie funktioniert.

Ein Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der Integration: „Es nehmen neun Kinder aus Flüchtlingsfamilien teil“, sagte Birte Schumacher vom Orga-Team. Im Vorfeld hätten die Organisatoren dafür über das Barmstedter Integrationszentrum „Leuchtturm“ Kontakt zu den Familien geknüpft. „Die waren alle ganz begeistert.“ Schon vor zwei Jahren hätten mehrere Flüchtlingskinder im Auenland mitgemacht, berichtete sie. „Sie haben Kontakte geknüpft, und es sind Freundschaften entstanden. Das war ein Wahnsinnserfolg für die Integration.“

Die Kinder werden gut beschäftigt sein, so Golditz: Denn im Auenland werden ihnen mehr als 50 Ehrenamtliche als Arbeitgeber fungieren und sie beschäftigen. „Neu sind dabei zum Beispiel Brandmalerei, Bumerangbau und Auto-Schrauber“, so Golditz. Zudem gebe es alles, „was zum Funktionieren einer Stadt notwendig ist, wie das Finanzamt, das Arbeitsamt, die Polizei, ein Parlament, die Bank und die Müllabfuhr“.

Ein Tag dauert von 8 bis 18.30 Uhr. Zwischen ihren Arbeitsschichten können die Kinder Freizeitangebote wahrnehmen und auf dem Markt einkaufen. Um 17 Uhr beginnt die Stadtversammlung, in der die Kinder einen Bürgermeister wählen. „Wenn sie das selbst werden, stellen sie oft fest, dass sich ihre Wahlversprechen nicht so leicht einhalten lassen, wie sie dachten“, berichtet Schumacher schmunzelnd. Sie ist zum zweiten Mal im Orga-Team dabei. 2015 habe sie dort Kinder aus der Beverner Kita „Die kleinen Biber“ – die sie leitet – begleitet und „sofort die Faszination aufgenommen“.

Die Warteliste sei stets lang, sagte Schumacher. „Und alle hoffen darauf, noch einen Platz zu bekommen.“ Aber mehr als 120 Teilnehmer könne das Auenland nicht verkraften: „Das würde die Kapazität der Küche sprengen.“ Die Kinder werden täglich mit drei Mahlzeiten verpflegt – dazu kommen die Arbeitgeber und die etwa 20 Betreuer. Auch für diesen Job – für den man mindestens 16 Jahre alt sein muss – gebe es immer Bewerber, so Schumacher. „Manche von ihnen haben selbst bei der Kinderstadt mitgemacht.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen