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Barmstedter Zeitung

23. Oktober 2017 | 12:28 Uhr

Kieler Koalition will nur zwei Schularten

vom

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Kiel | Schleswig-Holsteins Küstenkoalition stellt die Weichen für ein zweigliedriges Schulsystem mit Gym nasien und Gemeinschaftsschulen. Die entsprechende Änderung des Schulgesetzes wurde gestern vom Albig-Kabinett abgenickt. "Ziel ist es, jedem Kind unabhängig von seiner sozialen Herkunft den bestmöglichen Schulabschluss zu gewähren", betonte Bildungsministerin Waltraud Wende. Eltern können nach Aussage der parteilosen Ministerin künftig entscheiden, ob sie ihre Kinder auf ein in der Regel achtjähriges Gymnasium schicken, das "auf frühzeitige Selektion" der Schüler setze oder auf eine Gemeinschaftsschule. Letztere zeichneten sich durch längeres gemeinsames Lernen und schulartübergreifenden Unterricht bis mindestens zur 6. Klasse aus. Danach sind dann Lerngruppen zulässig, die nach Neigungen und Fähigkeiten der Kinder differenzieren.

Grundsätzlich wird es in Schleswig-Holstein - sofern das Schulgesetz wie geplant zum Schuljahr 2014/2015 in Kraft tritt - drei Abschluss arten geben: die Berufsbildungsreife nach neun Jahren, den mittleren Abschluss nach zehn Jahren und das Abitur. Das wird an Gymnasien in der Regel nach zwölf Jahren abgelegt. "Bestehende G9-Züge und Y-Modelle mit acht- und neunjährigem Bildungsgang am Gymnasium haben Bestandsschutz", versicherte Wende. Die Gemeinschaftsschulen seien dann "quasi unsere G9-Schulen", weil hier die Hochschulreife nach neun Jahren erworben werden kann. Das Handicap einiger Gemeinschaftsschulen ohne eigene Oberstufe will die Ministerin durch einen Kooperationszwang ausgleichen. Sie müssen mit beruflichen Gymnasien oder mit Gemeinschaftsschulen mit Oberstufen kooperieren. "Damit wollen wir den Eltern Rechtssicherheit geben, dass für ihr Kind ein Oberstufenplatz vorgehalten wird", so Wende. Bis 2014 sollen bestehende Regional- in Gemeinschaftsschulen umgewandelt werden. Seite 15/Kommentar Seite 18

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