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L75-Ausbau wird verschoben : Keine Arbeiten in Offenau

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Wegen Brückenneubau in Elmshorn: Land verschiebt Straßenausbau in Teilen Barmstedts und Offenau voraussichtlich auf 2018.

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erstellt am 02.Feb.2017 | 14:06 Uhr

Barmstedt | Die Entscheidung ist gefallen: Das Land Schleswig-Holstein verschiebt den Ausbau der Landesstraße 75 (L75) zwischen Barmstedt und Elmshorn. In einem Gespräch mit Landrat Oliver Stolz hat Verkehrsminister Reinhard Meyer bekräftigt, was sich bereits beim kleinen Verkehrsgipfel am 19. Dezember im Elmshorner Rathaus abgezeichnet hatte. „Damit steht diese Strecke in diesem Jahr als Umleitungsstrecke zur Verfügung, wenn der Kreis die marode Krückaubrücke im Zuge der Wittenberger Straße (K23) ersetzen muss“, berichtete Kreissprecher Oliver Carstens gestern.

Gleichzeitig steht auch fest, welche Abschnitte von der Verschiebung betroffen sind. Wie der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) Itzehoe auf Anfrage mitteilte, wird sowohl in Offenau zwischen der Landesstraße 113 (Kaltenweide) und der A23-Brücke sowie auf der der Pinneberger Landstraße in Barmstedt nicht gebaut. Gebaut werde dieses Jahr aber zwischen dem Kreisel Pinneberger Landstraße/Spitzerfurth in Barmstedt und der Hoffnunger Chaussee in Heede, so der LBV. 

Nicht betroffen von der Verschiebung ist auch der Abschnitt zwischen Heede und der B4 bei Hoffnung, so der LBV weiter. Im vergangenen Jahr war dort bereits das Teilstück zwischen Heede und der Dorfstraße bei Langeln ausgebaut worden. In diesem Jahr folgt der Abschnitt bis zur Bundesstraße. Laut LBV gibt es für das Projekt einen bestehenden Bauvertrag, ein Ausstieg würde hohe Kosten verursachen. Derzeit ruhen die Arbeiten aufgrund der Winterpause. Im Februar wolle man sich wieder zusammensetzen, so der LBV weiter. Die Bauarbeiten könnten dann im März fortgesetzt werden – wenn das Wetter mitspiele.

Es sei erfreulich, dass der Landesbetrieb das Bauprojekt zwischen Elmshorn und Barmstedt habe umplanen können, sagte Verkehrsminister Meyer. „Die Verschiebung der Sanierungsmaßnahmen ist aber nur in einem bestimmten Zeitfenster möglich, so dass die L75 als Umleitungsstrecke nur in 2017 zur Verfügung steht“, schränkte er ein. „Der Kreis hat aber signalisiert, den Abriss und Neubau seiner Brücke in diesem Jahr zeitlich zu schaffen, so dass das Land dem Wunsch der Stadt Elmshorn und des Kreises nachkommen kann.“

Einen genauen Zeitpunkt für den Abriss der Brücke gibt es laut Kreissprecher Oliver Carstens noch nicht: „Wenn alles nach Plan verläuft, könnte mit dem Abriss im April 2017 begonnen werden“, teilte er mit. Mit der Verschiebung der Bauarbeiten auf der L75 sei aber faktisch die Entscheidung gefallen, wie das Brückenbauwerk im Zuge der Wittenberger Straße erneuert wird – und, dass es keine Behelfsbrücke geben wird. „Die Errichtung einer Ersatzbrücke würde die Baumaßnahme um mehrere Monate nach hinten verschieben, ein Neubau wäre in 2017 nicht zu leisten“, erläuterte Landrat Oliver Stolz.

Neubau der Brücke soll ein Jahr dauern

Aber auch ohne Behelfsbrücke bleibe das Vorhaben sportlich, so Stolz: „Nur ein knappes Jahr Zeit inklusive der Planung, Ausschreibung, Abriss und Neubau ist ein enger Zeitrahmen. Aber ich habe ein gutes Team an meiner Seite und bin zuversichtlich, dass wir das schaffen.“ Positiver Nebeneffekt laut Kreis: Durch den notwendigen Verzicht auf die Behelfsbrücke spare der Steuerzahler fast eine Million Euro Baukosten ein.

Erleichterung herrscht bei der Stadt Elmshorn: „In Elmshorn stehen in diesem Jahr zahlreiche Sanierungsmaßnahmen und Straßensperrungen an. Ein gleichzeitiger Abriss der Krückaubrücke und die Sanierung der L75 hätte den Verkehrsinfarkt für Elmshorn bedeutet. Ich freue mich sehr, dass das Land Schleswig-Holstein seine Baumaßnahmen verschieben konnte. Trotzdem ist natürlich mit zahlreichen Behinderungen im Elmshorner Stadtverkehr zu rechnen“, teilte der Elmshorner Bürgermeister Volker Hatje mit.

Derzeit ist die Krückaubrücke nur für den Schwerlastverkehr gesperrt. Als Ausweichrouten dienen die A  23 sowie die Strecke über Kölln-Reisiek, Bevern, Barmstedt und Bokholt-Hanredder. Während des Abrisses und des Neubaus der Brücke werden auch Autofahrer über diese Routen ausweichen müssen.

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