zur Navigation springen

Barmstedt : Kein Zuschuss für die Rasenpflege

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Ausschuss lehnt Antrag des SSV Rantzau ab. Grund- und Gemeinschaftsschule soll auf Bundesfreiwilligen verzichten.

Barmstedt | Lange Gesichter bei den Vertretern des SSV Rantzau und bei Bernd Poepping, Leiter der Grund- und Gemeinschaftsschule (GGS): Der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport hat ihre Zuschussanträge abgelehnt. Der SSV hatte sich 6400 Euro für die Unterhaltung des Sportplatzrasens gewünscht; die GGS hatte auf 2000 Euro gehofft, um einen Bundesfreiwilligen (Bufdi) zur Unterstützung in der Mensa einsetzen zu können. Beide Entscheidungen müssen noch durch die Stadtvertretung.

Der SSV verstoße mit seinem Antrag gegen den Pachtvertrag mit der Stadt, hatte Michael Schönfelder (FWB, Foto) kritisiert. „Darin ist klar geregelt, dass der Verein Unterhaltungsmaßnahmen selbst trägt.“ Die Verwaltung hätte ihn daher von vornherein ablehnen müssen und gar nicht auf die Tagesordnung setzen dürfen. Zuhörer Franz-Josef Sitta hatte während der Einwohnerfragestunde zudem darauf hingewiesen, dass der Antrag zu spät eingereicht worden sei. „Wenn der hier positiv beschieden wird, wird das Anlass für eine Nachfrage bei der Kommunalaufsicht sein“, kündigte er an. Davon abgesehen, sei es „unverschämt, dass ein Verein die Allgemeinheit für den laufenden Sportbetrieb in Anspruch nehmen will. Das fördert nur die Trägheit der Mitglieder, die sich dabei auch selbst einbringen könnten.“

Ernst-Reimer Saß (CDU) versuchte, eine Lanze für den SSV zu brechen. „Der Verein tut sehr viel für die Jugendarbeit. Das ist sinnvoller, als wenn die Jugendlichen in der Stadt von der Polizei beaufsichtigt werden müssen.“ Jugendarbeit sei aber ein anderes Thema, sagte Christian Schönfelder (FWB). „Dafür gibt es die Sportförderrichtlinien, nach denen der SSV ja auch Zuschüsse erhält.“ Zudem könne der Verein mit den wiederkehrenden Kosten für die Platzpflege planen „und sie zum Beispiel auf die Mitgliedsbeiträge umlegen“.

Am Ende stimmten vier der acht Politiker (je zwei FWB- und SPD-Vertreter) gegen den Antrag. Dass die beiden BALL-Vertreter ihn befürworteten, nützte demnach nichts mehr. Die CDU-Vertreter enthielten sich.

Drei Mal mehr Essen als im vorigen Jahr

Poepping legte dar, dass die GGS den „Bufdi“ zur Unterstützung in der Mensa benötige. Der Betrieb sei seit 2013 „immens gestiegen. Damals haben wir pro Tag durchschnittlich 40 Essen ausgegeben. Jetzt sind es 120.“ Die Mütter, die ehrenamtlich in der Mensa helfen, könnten sich um die entsprechend mehr Schüler kaum kümmern, „und während des Unterrichts, wenn sich auch manche Schüler dort aufenthalten, ist dort gar keiner“. Gegebenenfalls werde die Mensa dann gesperrt.

Nach kurzer Diskussion folgten die Politiker der Verwaltung, die zu bedenken gegeben hatte, dass es sich bei den Tätigkeiten „überwiegend um pädagogische Aufgaben handelt“, für deren Finanzierung das Land zuständig sei. Zudem sei zu beachten, dass die Betreuung des Bufdi einen „nicht unerheblichen Verwaltungsaufwand“ verursachen würde und „auch andere Einrichtungen entsprechende Anträge stellen könnten“. Bei vier Ja-Stimmen (BALL und CDU) und vier Nein-Stimmen (FWB und SPD) wurde der Antrag abgelehnt. Die Stadtvertreter beraten am 9. Dezember (19 Uhr, Kommunale Halle).

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 21.Nov.2014 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen