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Barmstedter Zeitung

16. Dezember 2017 | 16:34 Uhr

Barmstedt : Kaum Chancen für Sozialwohnungen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

SPD-Stadtrundgang: 20 Bürger informieren sich über die Pläne für die Innenstadt. Flächen für sozialen Wohnungsbau zu teuer.

shz.de von
erstellt am 21.Apr.2015 | 14:30 Uhr

Barmstedt | Die Barmstedter SPD hatte am Sonntag zum alljährlichen Stadtrundgang eingeladen: „Wir wollen die Bürger über das informieren, was in der Stadt passiert“, sagte Fraktionsvorsitzender Hans-Christian Hansen. Etwa 20 Barmstedter trafen sich dafür vor dem Rathaus. Unter ihnen Ralph Bockisch, der sich im Arbeitskreis Stadtentwicklung engagiert: „Das sind Themen, die für die Stadt wichtig sind.“ Und fast hätte man gemeint, Petrus müsse ein freundlicher SPD-Genosse sein: Er begleitete den Rundgang mit herrlichem Frühlingswetter.

Erste Station war der Markt, wo Axel Clausen, Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins (HGB), aus Sicht der Gewerbetreibenden über die Situation im Stadtzentrum sprach. „Wir sind froh, dass die Innenstadt wieder voll ist“, stellte er angesichts der kürzlichen Neuvermietungen in Kernlage fest. Große Hoffnungen begleiten die Projektentwicklung des Areals um das ehemalige Rewe-Gebäude: Sowohl Clausen als auch SPD-Ortsvorsitzender Stefan Bolln bescheinigen dem Investor große städtebauliche Sensibilität und ein offenes Ohr für Barmstedter Empfehlungen und Anliegen zu diesem wichtigen Areal. So werde mit Freude ein Stadtcafé erwartet, das in dem Neubau entstehen solle und die Attraktivität des Markts erhöhen werde.

Zweite Station war das Seniorenheim an der Marktstraße, wo Geschäftsführer Christoph Merker die Gruppe empfing. Er berichtete neben den für den Stadtetat drängenden betriebswirtschaftlichen Fragestellungen auch von der erfolgreichen Wohngruppenstruktur, die das Haus einzigartig mache.

Freibad-Parkplatz: „Wichtiger als der See“

Hans Günter Nikolai, ehemaliger Leiter des Seniorenheims an der Brunnenstraße und Bewohner des neuen Einrichtung, ist aus fachlicher wie persönlicher Sicht rundum zufrieden. „Das Schöne an diesem Haus ist: Es ist mitten in der Stadt, und trotzdem ist Ruhe.“ Die Senioren schätzten es, weiterhin mitten im städtischen Leben zu stehen. Für die Atmosphäre sei der Parkplatz des Freibads fast noch wichtiger als der See, denn dort sei immer etwas los: „Da haben wir was zu kieken!“

Die letzte Station berührte ein Kernanliegen der Barmstedter SPD: städtische Verdichtung, um zentrumsnahen, preiswerten Mietwohnraum zu schaffen. Dafür traf sich die Gruppe im Entwicklungsgebiet von Hans-Werner Rathjens, der auf den Grundstücken seiner Familie am Mittelweg Wohnhäuser realisiert. 120 Wohnungen sind in den vergangenen neun Jahren entstanden. Dem Vorhaben der SPD steht Rathjens offen gegenüber: „Es muss allerdings wirtschaftlich darstellbar sein.“ Geeignete Flächen seien in Barmstedt zwar vorhanden, aber in privatem Besitz, und die Preisvorstellungen der Eigentümer für ihre Grundstücke seien derzeit zu hoch für die Entwicklung günstiger Wohnbebauung.

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