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Barmstedter Zeitung

19. November 2017 | 00:36 Uhr

Kauft die Stadt den Rewe-Komplex?

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

InnenstadtsanierungPolitik richtet Arbeitsgruppe ein / Ideen für mögliche Nutzungen: Bücherei und Mietwohnungen

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Der Stillstand dauert bereits mehrere Jahre, und nach wie vor ist unklar, was aus dem ehemaligen Rewe-Komplex in der Barmstedter Innenstadt werden soll. Um voranzukommen, haben die Stadtvertreter vor kurzem eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich über das weitere Vorgehen Gedanken machen soll. „Bis Mitte, Ende November soll eine Entscheidung fallen“, berichtete Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos).

Die Arbeitsgruppe solle ausloten, ob es sich für die Stadt lohnen kann, für den Umbau des Komplexes Mittel aus der Städtebauförderung zu beantragen, erklärte Döpke. Eine Idee sei, dass die Stadt den gesamten Komplex – zu dem nicht nur der ehemalige Rewe-Markt, sondern auch das ehemalige Hotel ,Stadt Hamburg’ sowie mehrere Läden und Wohnungen gehören – erwerben könnte. „Und dann wäre die Frage, wie wir die Gebäude nutzen.“ Eine Möglichkeit sei, im Erdgeschoss auf etwa 700 Quadratmetern die Bücherei unterzubringen, sagte Amtsleiter Uwe Dieckmann. Wie berichtet, sucht die Politik seit geraumer Zeit nach Lösungen, wie die beengte Raumsituation am Holstenring geändert werden kann. Eine weitere Idee sei, dass die   Stadt in dem sanierten oder umgebauten Komplex Wohnungen vermiete, sagte Dieckmann. Das könnte sich unter Umständen rentieren.

Grundsätzlich sei die Frage nach einer Förderung nicht ganz einfach zu beantworten, betonte Döpke. „Es gibt Vor- und Nachteile, die abgewogen werden müssen.“ Zum einen sei der Förderantrag ein „komplexes Verfahren“, zum anderen würde eine Umgestaltung trotz Fördermitteln eine „erhebliche finanzielle Belastung“ für die Stadt bedeuten, wie Dieckmann ergänzte: „Die Kosten würden in die Millionen gehen, und wir müssten ein Drittel davon tragen.“ Allerdings habe die Stadt noch aus  der alten Städtebauförderung „etwas auf dem Konto“, da ein Teil des Innenstadtbereichs – das Gelände, auf dem der Rewe-Komplex steht – noch nicht abgerechnet worden sei. „Wir konnten die Pläne dafür bisher nicht umsetzen, weil es mehrere Eigentümer gab“, erklärte Dieckmann. Das sei jetzt anders; die Immobilie und das dazugehörige, etwa 4000 Quadratmeter große Areal gehöre nur noch einem Eigentümer.

Der Stadt gehe es bei dem Projekt vor allem darum, die sogenannte Rewe-Umfahrung zu realisieren, sagte Döpke. Durch den Bau einer direkten Verbindung zwischen dem Küsterkamp und der Kreuzung Am Markt solle die Kreuzung Küsterkamp/ Am Markt entlastet werden. Seit dem Umzug des Rewe-Markts wird das Areal hinter dem Gebäudekomplex als Parkfläche genutzt.

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