Osterhorn/Westerhorn : Kampf um den zweiten Automaten

In Westerhorn gibt es derzeit nur einen Fahrkartenautomaten. Der Automat der Deutschen Bahn – hier im Bild – wurde inzwischen durch eine Maschine der Nordbahn ersetzt. Die Gemeinde möchte aber auch auf der anderen Schrankenseite einen installieren lassen, doch noch sträubt sich das Unternehmen gegen diesen Plan. Zunächst sei kein zweiter Ticketautomat vorgesehen, hieß es von Nordbahn-Geschäftsführer Nis Nissen Anfang November.
In Westerhorn gibt es derzeit nur einen Fahrkartenautomaten. Der Automat der Deutschen Bahn – hier im Bild – wurde inzwischen durch eine Maschine der Nordbahn ersetzt. Die Gemeinde möchte aber auch auf der anderen Schrankenseite einen installieren lassen, doch noch sträubt sich das Unternehmen gegen diesen Plan. Zunächst sei kein zweiter Ticketautomat vorgesehen, hieß es von Nordbahn-Geschäftsführer Nis Nissen Anfang November.

Dauenhof soll zweiten Fahrkarten-Drucker erhalten. Westerhorn und Osterhorn wollen Leuchtmittel von Laternen austauschen.

shz.de von
05. Januar 2015, 16:29 Uhr

Osterhorn/Westerhorn | „Und es ward Licht!“ – Unter diesem Motto steht das Jahr 2015 in Oster- und Westerhorn. Beide Dörfer planen einen Austausch ihrer Straßenbeleuchtung. Die energetische Sanierung wurde noch zu Jahresende kurzfristig auf die Tagesordnungen der Gemeindevertretungen gesetzt, weil die Dörfer noch bis Ende 2014 an ein äußerst günstiges zweckgebundenes Darlehen kommen konnten.

Osterhorns Bürgermeister Ralf Henning mahnte schon vor Monaten den Austausch der veralteten Leuchtmittel an. Ein Vorhaben, das sich schon nach zehn Jahren finanziell rechnen soll. 27 Laternen im Dorf sind betroffen. In Westerhorn gibt es 129 Leuchten, die komplett erneuert werden sollen. Ein Masten-Austausch sei aber nur ganz vereinzelt angedacht, so Westerhorns Bürgermeister Bernd Reimers.

Ein großes Thema dürfte 2015 in Westerhorn (wieder einmal) der Schienenverkehr werden. Die Bahn hat die Taktung zwischen Hamburg und Kiel 2014 erhöht – die Folge sind mehr Zug-Stopps in Westerhorn. „Mit dieser Maßnahme wird das Fahrangebot der Bahn für den Haltepunkt Dauenhof attraktiver, was wir grundsätzlich begrüßen“, sagt Bürgermeister Bernd Reimers. Andererseits führe „die Erhöhung der Taktung auch zu mehr Schließzeiten der Schranken, was wiederum den Schadstoffausstoß der wartenden Fahrzeuge vergrößert“.

Außerdem plant die Bahn, das alte Bahnhofsgebäude in Dauenhof abzureißen. Und auch der Kampf um einen zweiten Fahrkartenautomaten  auf anderen Seite der Schranke dürfte weitergehen.

Osterhorns Bürger müssen sich auf einen tieferen Griff ins Portemonnaie gefasst machen. Weil im Haushalt 2015 ein dickes Finanzloch klafft, beschlossen die Lokalpolitiker jüngst eine deutliche Anhebung der Grundsteuern A und B sowie der Gewerbesteuer. „Wir sind nicht mehr in der Lage, mit unseren Mitteln den vielen Aufgaben nachzukommen, die wir als Gemeinde wahrzunehmen haben“, stellte Bürgermeister Ralf Henning klar. Durch die Anhebung der Steuern habe man „berechtigte Hoffnungen, an Fehlbedarfszuweisungen zu kommen.“

Auch Hundebesitzer müssen zukünftig tiefer in die Tasche greifen. Ab 2015 erhöht sich die Steuer für den ersten Hund von 84 Euro im Jahr auf 120 Euro. Der zweite Vierbeiner schlägt mit 156 Euro (bisher: 120 Euro), und jeder weitere Hund mit 204 Euro (bisher: 180 Euro) zu Buche.

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