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Barmstedt : Kampf gegen die Algen: Schilder am Rantzauer See warnen vor Tierfütterung

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Um aufzuklären, stellt die Stadt Schilder am gesamten See auf.

shz.de von
erstellt am 27.Mär.2015 | 10:00 Uhr

Barmstedt | Aufklären statt verbieten: Drei auffällige Schilder weisen Passanten am Rantzauer See seit Donnerstag Morgen auf das Algen-Dilemma hin. Mit freundlichen Worten wird den Spaziergängern der Zusammenhang zwischen dem Füttern der Wasservögel und der starken Algenblüte erklärt, die in der Vergangenheit wiederholt zur Schließung des Strandbads geführt hatte. Erster Stadtrat Ernst-Reimer Saß (CDU) und Bauhof-Chef Jörn Wölk stellten die Schilder auf.

„Liebe Gäste des Rantzauer Sees, bitte füttern Sie die Wasservögel auf und um den See nicht. (...) Durch den Kot der Vögel steigt der Nährstoffanteil im Wasser massiv an. Dadurch kommt es zur Blaualgenbildung. Blaualgen sind giftig und führen zum Badeverbot.“ Mit diesen freundlichen, aber bestimmten Worten weisen seit gestern drei Schilder auf das Algen-Dilemma am Rantzauer See hin. „Verbotsschilder bringen nichts“, sagte der Erste Stadtrat Ernst-Reimers Saß (CDU), der die Aktion initiiert hatte. „Wir müssen die Menchen aufklären.“

Gemeinsam mit Bauhof-Chef Jörn Wölk war Saß gestern Morgen am See unterwegs, um geeignete Standorte für die Schilder zu suchen. Den Text dafür habe er sich überlegt. Als Inspiration dienten Schilder, die er am Bordesholmer See gesehen hat. Seitdem sie dort stünden, werde das beherzigt, so Saß. 100 Euro habe die Stadt pro Schild investiert, so der Erste Stadtrat weiter.

Seit sechs Wochen ist Saß regelmäßig mit seinem Motorboot auf dem See unterwegs, um die Gänse aufzuscheuchen (diese Zeitung berichtete). Dabei habe er auch Passanten gesehen, die die Wasservögel gefüttert hätten. Wenn er ihnen das Problem mit den Algen erklärt habe, seien sie aber einsichtig gewesen, berichtete er.

Nicht zu übersehen: Diese auffälligen Schilder stehen ab sofort rund um den Rantzauer See. Sie sollen Passanten über das Blaualgen-Problem aufklären – und was das Füttern der Wasservögel damit zu tun hat.  (Foto: Uthoff)
Nicht zu übersehen: Diese auffälligen Schilder stehen ab sofort rund um den Rantzauer See. Sie sollen Passanten über das Blaualgen-Problem aufklären – und was das Füttern der Wasservögel damit zu tun hat. (Foto: Uthoff)
 

Laut einem Gutachten sind die Hinterlassenschaften der Gänse die Hauptursache für die Blaualgenvermehrung, die Jahr für Jahr dazu führt, dass das Strandbad am Rantzauer See geschlossen werden muss. So war das Bad beispielsweise im vergangenen Sommer nur kurzzeitig für Badegäste geöffnet.

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