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Barmstedter Zeitung

23. September 2017 | 07:53 Uhr

Rantzauer See : Kahlschlag auf dem Minigolf-Platz

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Stadt lässt auf der Anlage zehn an einem Pilz erkrankte Birken fällen – weitere sollen folgen. Die Betreiberin fürchtet um das Image.

shz.de von
erstellt am 30.Apr.2014 | 11:45 Uhr

Barmstedt | Hohe Bäume, die Schatten spenden: Das macht den Reiz des Minigolf-Platzes am Rantzauer See aus. Sagt Melanie Penns, die den Platz seit 13 Jahren betreibt. „Deshalb kommen die Leute hierher. Weil es so schön grün und schattig ist unter dem Blätterdach“, erzählt sie. „Verwunschener Zauberwald“ hätten Gäste die Anlage schon genannt. Doch mit dem grünen Paradies wird es bald vorbei sein: Die Stadt – der das Gelände gehört – plant, in den kommenden ein, zwei Jahren alle dort noch stehenden Birken zu fällen. „Sie sind teilweise mit Pilz befallen und teilweise nicht mehr standsicher“, erklärte Jürgen Wulf (Verwaltung) auf Anfrage unserer Zeitung.

Zehn Birken fielen der Kettensäge bereits zum Opfer. Nachdem bei einem Herbststurm eine Birke umgestürzt war, habe die Stadt sich – laut Penns „zum ersten Mal seit 60 Jahren“ – alle Bäume angesehen. Dabei hatten sich die Schäden herausgestellt – unter anderem der Pilz, der sich laut Wulf über das Wurzelwerk der Birken ausbreitet und auch die anderen Bäume befällt. Mitte März rückten deshalb Arbeiter auf dem Platz an und sägten die Bäume ab. „Eine Kirsche konnte ich gerade noch retten“, erzählt Penns. Eine andere sei gefällt worden. Eine große Platane neben den Spielgeräten und ein großer Ahorn sollen im Herbst fallen. Die Platane wäre auch gefällt worden, „aber dann war die Zeit zu knapp“, so Penns. „Ich würde sie gern behalten, aber die Stadt hat Angst, dass sie umstürzt.“

Wulf betonte, die Stadt habe die Fällarbeiten erst nach Rücksprache mit einem Gutachter in Auftrag gegeben. „Es wirkt leider wie ein Kahlschlag, weil so viele Birken auf einmal gefällt wurden. Aber es ist eben lange nichts gemacht worden.“ Zudem sei erster Ersatz geschaffen worden: ein Amberbaum, „der im Herbst rote Blätter hat“. Darüber hinaus werde an anderen Orten im Stadtgebiet ständig nachgepflanzt, sagte Wulf. So seien an der Mühlenstraße drei Linden und am Krückauwanderweg 20 Flatterulmen gesetzt worden, „und wir werden dort noch weitere Lücken schließen“.

Auf dem Minigolf-Platz sollen bunte Gehölze nachgepflanzt werden, sagte Penns. „Herr Wulf hat mir versichert, dass der grüne Charakter der Anlage unbedingt erhalten bleiben soll.“ Dennoch sei das Ausmaß der Baumfällaktion im März „für uns natürlich ein Schock“ gewesen.

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