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Barmstedter Zeitung

24. September 2017 | 23:29 Uhr

Lutzhorn/Bokel : K2: Kein Ausbau ohne Fördergeld

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Kreisstraße 2 soll in diesem Jahr für etwa 100.000 Euro repariert werden.

shz.de von
erstellt am 12.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Lutzhorn/Bokel | Die Kreisstraße 2 (K2) wird zwischen Bokel und Lutzhorn vorerst nicht komplett saniert. Dafür hat sich der Ausschuss für Wirtschaft, Regionalentwicklung und Verkehr des Kreises Pinneberg vor Kurzem während seiner Sitzung in Elmshorn ausgesprochen. Wie der Ausschussvorsitzende Helmuth Ahrens (CDU) berichtete, habe das Gremium einstimmig dafür votiert, in diesem Jahr lediglich 100.000 Euro in die Reparatur der gröbsten Probleme zu investieren. Der entsprechende Antrag sei von der SPD gestellt worden. Auch die CDU habe diesen Vorschlag gehabt, so Ahrens.

Die K2 wird laut Gutachten eines Ingenieurbüros hauptsächlich vom Schwerlastverkehr wie den Meierei-Lastern und Baufahrzeugen genutzt. Da die Strecke zwischen Lutzhorn und Bokel lediglich zwischen 5,30  und 5,80 Meter breit sei, müssten große Laster bei Gegenverkehr zwangsläufig den Randstreifen befahren, was vor allem für das vorhandene Schadensbild auf der K2 verantwortlich sei. Die zu schmale Fahrbahn stelle ein Verkehrsrisiko da. Daher soll die Straße auch im Zuge des Ausbaus auf 6,50 Meter verbreitert werden.

Hintergrund des Beschlusses ist die fehlende Förderung des Lands Schleswig-Holstein: Nachdem das Land dem Kreis erst die Förderfähigkeit des Projekts signalisiert hatte, hatte Kiel später mitgeteilt, dass es für 2017 kein Geld geben wird. Eine Sanierung nur mit Mitteln des Kreises – die Verwaltung schätzt die Kosten für das Projekt auf etwa 7,4 Millionen Euro – werde es aber nicht geben, stellten die Politiker klar. „Wir fordern Kiel weiter auf, die Fördermittel zur Verfügung zu stellen“, sagte Ahrens. Die Kreisverwaltung soll gegen Ende des Jahres erneut die entsprechenden Anträge stellen. So sehe es der Beschluss weiter vor. Darin solle auch erklärt werden, „dass wir auf Fördermittel angewiesen sind“, betonte der Ausschussvorsitzende.

Ursprünglich hatte der Kreis geplant, die K  2 zwischen Bokel und Lutzhorn in drei Abschnitten bis 2019 komplett zu sanieren und auszubauen. Im Optimalfall hätte das Land den Ausbau mit etwa vier Millionen Euro gefördert. Im Zuge der Absage für 2017 erklärte das Land zudem, dass es auch unklar sei, wie es 2018 und 2019 mit Fördermitteln aussehe. „Das Verhalten von Kiel ist ungewöhnlich“, kritisierte Ahrens. Erst sei die Notwendigkeit des Projekts attestiert und eine Förderung in Aussicht gestellt worden und dann die Absage gekommen. Denn eigentlich sei die Sanierung der maroden Strecke seitens der Politik längst beschlossen gewesen: „Es ist alles fertig. Wir haben einen einstimmigen Beschluss in der Schublade“, so Ahrens. Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte der Verkehrsausschuss sich für das Projekt ausgesprochen. Im Dezember kam dann die Absage aus Kiel.

Vor der Abstimmung im Ausschuss sei noch einmal über den baulichen Zustand der Straße gesprochen worden, so Ahrens weiter. Auch seien alternative Lösungen diskutiert worden. Ein Ingenieurbüro hatte den etwa sechs Kilometer langen Abschnitt untersucht und die klare Empfehlung ausgesprochen, die K  2 komplett zu sanieren und zu verbreitern, wie es schon zwischen Barmstedt und Lutzhorn geschehen ist. Problematisch seien unter anderem die Überbreite mancher Lastwagen auf der schmalen Straße und die kaputt gefahrenen Rabatten, so Ahrens.

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