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Kinder- und Jugendforum in Barmstedt : Junge Barmstedter möchten mehr Freizeitangebote

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Politiker aller Fraktionen sprachen mit den Kindern über deren Wünsche. Skaterbahn auf dem Schulgelände ist nicht möglich

shz.de von
erstellt am 09.Nov.2017 | 12:30 Uhr

Barmstedt | Sie bleibt einer der größten Wünsche der jungen Barmstedter: eine Skaterbahn. Das wurde am Dienstag beim Kinder- und Jugendforum deutlich, zu dem Stadtjugendpfleger Martin von Aspern auch Politiker und Vertreter der Verwaltung ins Jugendzentrum eingeladen hatte. Nach ihren Wünschen gefragt, nannten sowohl die jüngeren als auch die älteren Teilnehmer unter anderem die Skaterbahn. Doch Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) musste sie enttäuschen. Da der Wunsch schon häufiger geäußert worden sei, habe die Verwaltung geprüft, ob eine Bahn oder mehrere mobile Elemente auf dem Gelände der Grund- und Gemeinschaftsschule (GGS) gebaut werden könnte. Das Ergebnis sei leider negativ ausgefallen, erklärte sie. „Wir müssten dafür den neuen Boden zerstören, und dann würden wir die Gewährleistung verlieren.“ Hinzu komme, dass eine Anlage mit mindestens 15 000 Euro „nicht gerade günstig“ sei. Als – nicht ganz ernst gemeinter – Vorschlag für einen alternativen Standort hieß es aus der Runde: „Wir reißen einfach den alten Rewe ab und bauen sie da. Oder wir lassen ihn stehen und bauen da eine Indoor-Anlage rein.“

Beim Jugendforum meldeten sich die Älteren zu Wort. Sie regten unter anderem an, mehr Radfahrstreifen auf den Straßen einzurichten und wieder Sitzgelegenheiten am Rantzauer See.
Beim Jugendforum meldeten sich die Älteren zu Wort. Sie regten unter anderem an, mehr Radfahrstreifen auf den Straßen einzurichten und wieder Sitzgelegenheiten am Rantzauer See. Foto: Elisabeth Meyer
 

Als weitere Wünsche nannten die Kinder eine Rutsche im Hallenbad, eine BMX-Bahn und die Einrichtung einer Football- oder Hockey-Mannschaft. Außerdem würden sie gern Hunde in die Sporthallen mitnehmen dürfen – was aber aus hygienischen Gründen problematisch sei, wie die Politiker ihnen erklärten. Zudem würden die Hunde „vielleicht beim Sport mitmachen wollen“. Ein weiteres Thema war die Verkehrssituation. So sprach sich Matteo (9) für einen Blitzer an der Düsterlohe in Höhe der Sportplätze aus und hätte gern eine Ampel im Kurvenbereich Hamburger Straße/Mühlenweg. „Da steht man immer so lange, wenn man da rüber will.“ Und Niklas (10) ärgert sich darüber, „dass überall in der Stadt so viel Müll liegt“.

Die Jugendlichen kritisierten, dass es in den Sporthallen zu wenig Zeiten zur freien Verfügung gebe. „Der Hausmeister sagt uns dann zwar immer Bescheid, aber leider ist es zu selten“, berichteten sie. Von den Vereinen seien bisher keine Angebote gekommen. Zwei Stunden pro Woche könne das Jugendzentrum zwar die kleine Turnhalle nutzen, sagte von Aspern. „Aber das ist zu wenig, und da kann man keine Ballspiele machen.“

„Die meisten Straßen sind zu schmal“

Mehr Radfahrstreifen und breitere Gehwege stehen bei den Jugendlichen ebenfalls auf der Wunschliste. Doch dafür seien die meisten Barmstedter Straßen zu schmal, wie Christian Kahns (FWB) erklärte. Die Anregung, am Rantzauer See wieder Sitzgelegenheiten zu schaffen, könnte dagegen umgesetzt werden. „Wir gucken mal, ob wir aus dem vielen Totholz etwas machen können“, griff Döpke den Vorschlag von Hauke Schmidt (CDU) auf. Schwieriger zu erfüllen dürfte die Ansiedlung eines H&M in der Stadt sein.

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