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Barmstedter Zeitung

12. Dezember 2017 | 06:15 Uhr

Barmstedt : Jugendzentrum öffnet sonnabends

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Das Haus am Rosenweg erweitert testweise die Öffnungszeiten. Im Gegenzug wird das Angebot am Montag eingeschränkt.

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2014 | 10:00 Uhr

Barmstedt | Viele Barmstedter Jugendliche haben es sich gewünscht – jetzt wagt die Politik einen Versuch: Das Jugendzentrum soll am Wochenende geöffnet werden. Zunächst allerdings nur testweise, um zu sehen, ob das Angebot tatsächlich angenommen wird. Dafür hat der Sozialausschuss Stadtjugendpfleger Martin von Aspern vor kurzem grünes Licht gegeben.

Der Testbetrieb werde am Sonnabend, 21. und 28. Juni, sowie am 5. Juli, jeweils von 15 bis 20 Uhr angeboten, so von Aspern. Denn während der Sommerferien „würde es nichts bringen, da wäre das Ergebnis nicht repräsentativ“. Im Gegenzug müssten aber Angebote in der Woche ausfallen, sagte von Aspern. „Sonst schaffen wir es personell nicht.“ Wegen des Außengeländes seien für die Betreuung der jungen Besucher mindestens zwei Mitarbeiter nötig. Das Jugendzentrum werde an den auf die Samstag-Öffnung folgenden Montagen (23. und 30. Juni sowie 7. Juli) bereits um 15 Uhr schließen.

Welche Angebote es während der Testphase geben wird, werde rechtzeitig auf der Internetseite www.jugendzentrum-barmstedt.de veröffentlicht, erklärte von Aspern. Besonders ausgefallen würden sie aber nicht sein, um das Ergebnis nicht zu verfälschen.

Probleme mit den Nachbarn am Rosenweg erwartet von Aspern durch die Öffnung nicht. „Das Haus neben uns steht gerade leer und soll verkauft werden. Mit den Nachbarn von gegenüber haben wir sehr guten und zu den restlichen Anwohnern gar keinen Kontakt. Das Verhältnis ist also sehr entspannt“, berichtete er. Das sollte auch so bleiben, meinte Ortwin Schmidt (CDU). „Wir hatten den Anwohnern nach dem Umzug des Jugendzentrums zugesichert, dass es am Wochenende geschlossen bleibt. Da würde ich ungern wortbrüchig werden. Wir sollten also zumindest vorher klären, was sie von einer Öffnung am Wochenende halten.“ Petra Krämer (SPD) sah das etwas anders. „Man kann nicht allen gerecht werden“, meinte sie.

Die Arbeit am Wochenende sei für die Mitarbeiter an sich kein Problem, sagte von Aspern. „Aber wenn wir das dauerhaft anbieten wollen, müssen wir einen Ausgleich schaffen. Und das ginge nur mit mehr Personal oder der Kürzung von Angeboten.“ In dem Zusammenhang wies Mareyke Herrmann (BALL) auf die offene Ganztagsschule hin, deren Kurse von den Mitarbeitern des Jugendzentrums geleitet werden. „Das ist ein schulisches Angebot, das zu Lasten der offenen Jugendarbeit geht“, sagte sie. „Darüber sollten wir mal mit der Schule sprechen.“

In der nächsten Ausschusssitzung soll von Aspern über die Testphase der Wochenend-Öffnung berichten, beschlossen die Politiker.

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