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Ausstattung : Jugendzentrum Barmstedt: Neue Küche fürs Jukids?

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Einrichtung ist in die Jahre gekommen. Leiter Martin von Aspern: Die Tische sind zu nah am Herd.

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2017 | 12:30 Uhr

Barmstedt | Die Schrankgriffe sind kaputt oder gleich gar nicht mehr vorhanden, die Spanplatten sind aufgeweicht, die Arbeitsgeräte defekt oder unpraktikabel, der Kühlschrank schließt nicht richtig: Die Mängelliste der Küche im Barmstedter Jugendzentrum (Jukids) ist lang. „Sie ist über 20 Jahre alt,  hat schon einen Umzug hinter sich und ist einfach auf“, sagte Einrichtungsleiter Martin von Aspern. Hinzu komme, dass der Raum viel zu klein sei: Um die beiden Tische – die er einst beim Inventarverkauf der ehemaligen Pinneberger Kaserne besorgt hatte – passen eigentlich maximal fünf Kinder, es quetschen sich aber oft mehr daran.

Der Rest vom Griff: Stadtjugendpfleger Martin von Aspern vor einem ramponierten Schrank in der Jukids-Küche.
Der Rest vom Griff: Stadtjugendpfleger Martin von Aspern vor einem ramponierten Schrank in der Jukids-Küche. Foto: Elisabeth Meyer
 

Was von Aspern besondere Sorgen macht: Der Abstand der Tische zum Herd beträgt nur etwa einen Meter. „Wenn da mal was passiert, kommen wir in Teufels Küche“, sagte er im Sozialausschuss, in dem er den Politikern die Lage schilderte. Das sei nicht zu verantworten: „Wir müssen hier sicher arbeiten können.“ Aufgrund des Gefährdungspotenzials und der zahlreichen Mängel wünsche er sich, ebenso wie die Jukids-Besucher, dringend eine neue Küche, sagte er – sowie möglichst einen Durchbruch zum Nebenraum. „Der wird nicht so stark frequentiert, das könnten wir verschmerzen.“

„In der Küche treffen sich alle“

Die Küche sei „das Zentrum“ des Hauses, sagte von Aspern, „das ist wie bei einer Party: Da treffen sich alle.“ Und sie werde rege genutzt: Jeden Tag werde nachmittags gekocht, donnerstags werde gebacken, es gebe zwei Kochkurse im Rahmen der offenen Ganztagsschule, „und abends machen sich hier oft die Jugendlichen was zu essen“. Das Thema Kochen sei wichtig, betonte von Aspern. „Wir wollen den Kindern und Jugendlichen auch gesunde Ernährung vermitteln.“ Dafür brauche es aber die geeignete Ausstattung und ausreichend Platz.

Die Kosten für eine neue Küche schätzt von Aspern auf 12 000 bis 15 000 Euro, zuzüglich der Erweiterung würden sie laut Verwaltung auf etwa 30.000 Euro steigen. Die Ausschussmitglieder, die sich die Küche vor der Sitzung angesehen hatten, seien „alle entsetzt“ gewesen, sagte von Aspern. Die Vorsitzende Mareyke Herrmann (BALL) erklärte während der Sitzung, das Thema sollte in die Haushaltsplanung aufgenommen werden. Marina Quoirin-Nebel (Grüne) schlug vor, Sponsoren zu suchen. Die aktuelle Küche sei zumindest gesponsert worden.

Der Sozialausschuss wird sich während seiner nächsten Sitzung mit dem Thema befassen. Die Politiker tagen am Dienstag, 14. November, ab 19.30 Uhr in der Kommunalen Halle, Am Markt 1.
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