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„Unsere Aktionen kommen gut an“ : Jubiläum: 25 Jahre Seniorenbeirat in Barmstedt

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Vorsitzende Peter Servotka ist stolz auf das Erreichte und zieht eine Bilanz.

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2017 | 10:00 Uhr

Barmstedt | Die Wahlbeteiligung sei „immer besser als bei anderen Wahlen“, sagt Peter Servotka stolz: Bei der Frage, wer sie im Seniorenbeirat vertreten soll, geben stets mehr als 60 Prozent der stimmberechtigten Barmstedter ihre Stimme ab. Und das seit 25 Jahren – so lange besteht das Gremium in diesem Jahr. Angefangen habe es, weil die Bevölkerung zunehmend älter geworden sei, sagt Servotka. Unter dem Vorsitzenden Alfred Dittmer tagte der Beirat am 5. April 1992 zum ersten Mal. Seit 2012 ist der sechste ins Amt, wie üblich mit neun Mitgliedern.

Der erste Beirat 1992 bestand aus Alfred Dittmer, Heinrich Beck, Irmgard Hahn, Elsbeth Janke (verstorben), Emma Radecker, Margareta Vogt (verstorben), Alfred Mohrdiek(verstorben), Lucie Derda (verstorben).

„Wir machen für die Stadt die Sozialarbeit für Senioren“, beschreibt Servotka die Aufgaben des Beirats schmunzelnd. Für die diversen Veranstaltungen reiche der Zuschuss von jährlich 6500 Euro allerdings nicht aus. „Es ist zwar mehr als früher, aber die Kosten steigen ja auch. Daher müssen wir höhere Eigenbeiträge nehmen, was sich wiederum nicht alle leisten können.“ Damit auch ältere Barmstedter „mit kleinem Geldbeutel“ an den Aktionen teilnehmen können, biete der Beirat sieben Bingo-Nachmittage im Jahr und das Herbstfest an, die kostenlos sind. Beides werde sehr gut angenommen, „es ist immer voll“, so Servotka. Aber auch die Resonanz auf die Ausfahrten sei hoch, manchmal sogar zu hoch: „Viele Lokale schaffen es nicht mehr, zwei Busse zu bewirtschaften. Wir bieten deshalb jetzt lieber eine Tour mehr an, fahren dafür aber nur noch mit einem Bus“, erklärt Servotka.

Die monatliche Sprechstunde des Beirats sei ebenfalls beliebt, sagt der Vorsitzende. „Wir bekommen viele Anfragen zum Beispiel zu fehlenden Bänken, kaputten Bürgersteigen oder Pflegefällen.“ Der Beirat gebe die Anliegen an die Verwaltung weiter oder vermittle fachmännische Hilfe. Mittlerweile habe auch die Politik die Beiratsmitglieder akzeptiert, so Servotka. „Früher wurden wir bei Ausschüssen im nicht-öffentlichen Teil oft rausgeschickt. Das ist jetzt meistens nicht mehr so.“ Und sei auch nicht notwendig, denn „wir sind vereidigt und im Grunde Mitarbeiter der Stadt“.

Servotka gehört dem Beirat seit 2005 an. „Mein Nachbar Artur Fick war damals Vorsitzender und hatte mich reingeholt.“ Nach Ficks Tod im Jahr 2007 wurde Servotka zu seinem Nachfolger gewählt. „Ich bin da so reingerutscht ohne zu wissen, was auf mich zukommt“, sagt er rückblickend. Das Amt sei doch ein „nicht unerheblicher Zeitaufwand. Aber wenn man sich reinkniet, macht es Spaß und ist interessant.“ Zudem erfahre er viel Dankbarkeit, „und ich lerne viele nette Leute kennen“. Mit Hilfe des damaligen Bürgermeisters Nils Hammermann habe er sich die Aufgaben schnell erarbeitet, sagt Servotka. Er schicke neue Mitglieder dafür auf Lehrgänge, „denn ein wenig auskennen sollte man sich schon, und wir nehmen ja auch an Sitzungen auf Kreis- und Landesebene teil“.

In Barmstedt kämpfe der Seniorenbeirat weiter um ein Gesundheitszentrum, so Servotka. Ein weiteres Thema, „das uns auf der Seele brennt, ist ein Hospiz“. Der Bedarf sei „garantiert vorhanden; die Elmshorner Hospize sind ausgelastet“. Er wolle diesen Wunsch an die Politik herantragen, kündigt Servotka an. Am kommenden Sonnabend, 13. Mai, steht jedoch erst einmal die Jubiläumsfeier an. Vormittags lädt der Beirat zu einem Empfang, nachmittags zum Jubiläums-Bingo. „Die Karten sind fast alle weg“, sagt Servotka stolz.

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