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Barmstedter Zeitung

24. September 2017 | 12:23 Uhr

JKS: Eine Schule ohne Rassismus

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

AuszeichnungBarmstedts James-Krüss-Schule engagiert sich gegen Diskriminierung / Schüler sammelten Unterschriften

Große Ehre für die Barmstedter James-Krüss-Schule (JKS): Ihr wurde am Donnerstag der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen. Die Klassensprecher Ron Bruhn und Lolonie Becker erhielten die Auszeichnung aus den Händen von Kreisjugendschützer Jörn Folster. Mit dabei war auch die Nichte des Schriftstellers James Krüss, Kirsten Rickmers-Liebau: Sie konnte als Patin des Projekts gewonnen werden.

Folster beglückwünschte die Schule zur Verleihung des Titels. „Mit dem Thema Rassismus und Ausgrenzung werdet ihr an vielen Stellen konfrontiert“, sagte er. „Die James-Krüss-Schule ist jetzt ein Ort, an dem ihr euch damit auseinandersetzen könnt. Das ist wichtig, um eine eigene Haltung dazu zu entwickeln und Ungleichwertigkeiten entgegenzutreten.“ Schulleiterin Anke Bothe sprach von einem „tollen Titel“, den die Schule erhalten habe, und hob insbesondere das Engagement von Astrid Reumann und deren Klasse 4  b hervor, die das Projekt initiiert hatten. „Wir wollen eine Schule für alle sein – eine Schule, in der niemand ausgegrenzt wird“, stellte sie fest.

Kirsten Rickmers-Liebau berichtete den Kindern Wissenswertes über Helgoland, die Heimat von James Krüss, und einiges über ihre Familie. Sie habe die Erfahrung gemacht, dass man sich überall näher komme, wo man aufeinander zugehe, sagte sie.

„Vor einiger Zeit haben die Schüler der 4  a und 4  b anhand von ,Papa Weidt’, einem Buch der Jüdin Inge Deutschkron, die Themen Judenverfolgung in Deutschland und den Aufstieg der Nationalsozialisten erarbeitet“, sagte Reumann zum Hintergrund der Verleihung. „Anschließend habe ich mit den Schülern die Themen Menschenrechte, Vereinte Nationen, Rassismus und Diskriminierung behandelt.“

Danach hätten sie sich entschlossen, bei der bundesweiten Organisation „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (siehe Info-Kasten) einen Antrag auf den Titel zu stellen, berichtete Reumann. Um die dafür notwendigen Anforderungen zu erfüllen, schlossen sich eine Reihe von Aktivitäten an. So gingen die Schüler der 4  b in sämtliche Klassen, um zu erklären, was „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bedeutet, und Unterschriften für die Selbstverpflichtung zu sammeln – und zwar bei allen an der Schule Beteiligten: Lehrern, Sekretärin, Reinigungskräften. Die Selbstverpflichtung beinhaltet unter anderem, langfristige und nachhaltige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen zu überwinden. Insgesamt 90 Prozent der Angesprochenen unterschrieben.


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