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Barmstedter Zeitung

23. Oktober 2017 | 22:54 Uhr

Ahornring in Barmstedt : Jetzt wird saniert

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Stadt will die Fahrbahn erneuern und Grün- und Spielanlagen in Schuss bringen. Anwohner wünschen sich eine Spielstraße und Pflasterung.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Barmstedt | Gute Nachrichten für die Anwohner des Ahornrings: Nachdem die Stadt die Straße übernommen hat, können jetzt die Sanierungs- arbeiten starten. „Der erste Abschnitt der Straße wird Anfang 2015 saniert“, teilte Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) während der Stadtvertretersitzung mit. Noch in diesem Jahr solle mit der Pflege der Grünanlagen begonnen und der Spielplatz gründlich gereinigt werden. „Bis Mitte 2015 wird dann noch neuer Spielsand eingebracht“, so Döpke.

Die Anwohner des Ahornrings warten seit Jahren darauf, dass die Straße ausgebessert wird und die Grün- und Spielanlagen auf Vordermann gebracht werden. Der Investor hatte desbezüglich nichts unternommen, und der Stadt waren die Hände gebunden, weil sie nicht Eigentümer der Flächen war.

Dass nach vielen Jahren Stillstand endlich etwas passiere, sei erfreulich, sagt Anwohnerin Thekla Ziesenitz- El Ghouti. „Wir finden es gut, dass es losgeht.“ Auf dem Spielplatz seien schon Fortschritte zu sehen: „Da steht jetzt ein Mülleimer, und die Fläche wurde komplett umgegraben und entkrautet.“ Auch einige der Rabatten am Straßenrand habe der Bauhof schon in Ordnung gebracht. Schön wäre es allerdings gewesen, sagt Anwohnerin Andrea Lühr, „wenn die Verwaltung uns mal darüber informiert hätte, dass ihnen die Straße jetzt gehört und sie mit der Sanierung anfangen. Sonst werfen sie doch auch alle möglichen Zettel in unsere Briefkästen.“ So hätten sie vom Ende des Rechtsstreits aus der Zeitung erfahren.

Zwei Wünsche haben die Anwohner für die Sanierung noch. „Wir möchten gern, dass der erste Abschnitt so wie der restliche Ahornring gepflastert und als Spielstraße ausgewiesen wird“, so Ziesenitz-El Ghouti. Bislang dürfen Autofahrer auf dem Abschnitt 50 fahren. Das sei viel zu schnell. „Viele rasen da ziemlich durch, und einmal wurde sogar schon ein Dreirad umgefahren.“ Manche Autofahrer regten sich zudem darüber auf, dass die Kinder auf der Straße spielten und ihre Roller und Räder dort hinstellten. Die Anwohner wollen jetzt Unterschriften sammeln, um die Verwaltung auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.

Der Wunsch nach einer Spielstraße wird wohl unerfüllt bleiben: Den Abschnitt als solche auszuweisen, sei rechtlich nicht möglich, weil er direkt an eine Landesstraße grenze, erklärte Stadtsprecher Wolfgang Heins. Hinsichtlich des Fahrbahnbelags gibt es mehr Hoffnung: „Es ist geplant, im Frühjahr bei den Überlegungen zur endgültigen Herstellung noch einmal über eine Pflasterung nachzudenken.“

Kurzfristig werde die Stadt zudem mit der Straßenverkehrsbehörde prüfen, ob die Einrichtung als Tempo 30-Zone möglich ist, so Heins. Tempo 50 resultiere daraus, dass bei der Planung des Baugebiets zunächst angedacht gewesen sei, mit der neuen Straße eine Verbindung zwischen der Brunnenstraße und dem Baumschulenweg herzustellen, erklärte Heins. Eine bestimmte Geschwindigkeit sei in dem Abschnitt nie festgelegt worden. „Die Einmündung liegt eben innerhalb der geschlossenen Ortschaft – und damit ergibt sich Tempo 50.“

Das Baugebiet Ahornring hatte Investor Günter Busch 2005 gekauft – und sich verpflichtet, alles fertigzustellen, sobald 90 Prozent der 65 Grundstücke bebaut seien. Das war 2012 der Fall. Fertiggestellt hat Busch dennoch nichts.
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