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Barmstedter Zeitung

19. August 2017 | 09:24 Uhr

L110 : Jetzt wird es ernst

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Geringe Fahrbahnbreite, absackender Asphalt und tiefe Gräben – die L110 entspricht zwischen Bevern und Ellerhoop nicht mehr den Standards einer modernen Straße.

Bevern / Ellerhoop | Das 2,7 Kilometer lange Teilstück wird ab dem 15. September ausgebaut. Während eines Info-Abends sind am Mittwoch weitere Details zu den Arbeiten bekanntgegeben worden. Zwischen Bevern und Ellerhoop sollen in den kommenden elf Monaten 15.000 Kubikmeter Boden bewegt, 1300 Meter Kanal- und Rohrleitungen verlegt und zwei Brücken abgebrochen und durch eine neue ersetzt werden. Der 3,4 Millionen Euro Ausbau des 2,7 Kilometer langen Teilstücks der Landesstraße 110 ist ein Großprojekt, das Anwohner und Autofahrer in der Region bis zum Sommer 2015 beschäftigen wird. Während eines Info-Abends haben Vertreter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr sowie der Baufirma am Mittwoch weitere Details erläutert und Fragen der Anlieger beantwortet. Mehr als 50 Besucher waren dazu nach Bevern gekommen. Besonders im Fokus: die geplante Einbahnstraßenregelung.

Laut Projektleiter Gunnar Wellmer beginnt die umfangreiche Beschilderung der Baustelle und Ausweichrouten am Montag, 8. September. Unter anderem sollen große Schilder entlang der A23 aufgestellt werden, die auf die bevorstehende Sperrung hinweisen. Ab dem 15. September gehe dann zwischen dem Ortsausgang Bevern und der Einmündung der Landesstraße 195 bei Ellerhoop nichts mehr.

Während der ersten Bauphase werde vier Wochen lang die Brücke über den Breitmoorbach erneuert. „Die alte Straßenbrücke wäre zu schmal für die neue Straße und auch die Radwegbrücke ist nicht mehr die beste“, so Wellmer. Sie werde durch den Neubau eines Durchlasses ersetzt. Während der vierwöchigen Bauzeit sei für Autos aus beiden Richtungen an der Brücke Schluss.

In der nächsten Phase erfolgt der Straßenbau, der sich laut Wellmer in zwei Teile gliedert: Von Oktober an bis März 2015 soll die erste Spur zwischen Bevern und Ellerhoop erneuert werden, von März 2015 bis Juli 2015 folgt die zweite Spur. „Wir schaffen neue Neigungsverhältnisse“, sagte er im Hinblick auf die stark absackende Fahrbahn, „und nähern uns dem  Querschnitt einer modernen Straße an.“ Nach Ende der Bauarbeiten soll die L110 über eine geöffnete Breite von 9,50 Meter verfügen, der Querschnitt der Straße soll 6,50 Meter betragen. „Derzeit haben wir lediglich Bankettbreiten von 30 bis 40 Zentimetern sowie bis zu zwei Meter tiefe Gräben. Schwere Unfälle werden durch diese Absturzhöhe noch verheerender“, berichtete Wellmer.

Während des Straßenbaus wird die L110 zur Einbahnstraße und  nur für Anlieger von Norden nach Süden in Richtung Ellerhoop einspurig befahrbar sein. „Wer in der Baustelle ein Anliegen hat, darf der Einbahnstraße folgend hineinfahren“, so Wellmer. Allerdings warnte er vor den Baugeräten und schlechten Straßenverhältnissen: „Seien Sie bitte im Sinne der dort tätigen Arbeiter vorsichtig“, mahnte er an. Auch Rettungs- und Müllwagen würden die Straße weiter befahren können, die Grundstücke der Anwohner bekommen eine provisorische Anbindung zur Straße. Im Zuge der Bauarbeiten werden die Stadtnetze Barmstedt zudem Leerrohre für eine mögliche Breitbandversorgung der Gebiete verlegen. Zum Ende der Bauarbeiten im Sommer 2015 werde die L110 zudem an einem Wochenende wegen Asphaltierungsarbeiten gesperrt.

Anlieger erkundigten sich während der Sitzung nach dem Beginn der Einbahnstraße – dieser soll laut Wellmer im Ortskern von Bevern an der Kreuzung der L110 mit der K10 sein. „Eltern, die zum Kindergarten in Bevern wollen, können aber in beide Richtungen rein- und rausfahren.“

Weitere Fragen hatten die Besucher zu den Umleitungsstrecken. Unter Beobachtung  werden die Bentkrögener Straße und der Barkhörner Weg in Barkhörn stehen. „Es ist zu überlegen, dort – außer für Anlieger – ein Durchfahrtsverbot einzurichten, wenn da mehr Verkehr entlang fährt“, sagte Beverns Bürgermeister Johann Hachmann.

Der Verkehr wird während der Bauzeit über Hemdingen und Heede umgeleitet. Die offizielle Umleitungsstrecke führt von Ellerhoop über die Landesstraße 195 (Hemdinger Weg/Steindamm) nach Hemdingen und von dort aus über die Landesstraße 111 (Barmstedter Straße/Hemdinger Chaussee) weiter nach Heede. Über die Landesstraße 75 (Hamburger Straße/Mühlenweg/Spitzerfurth) werden der Kreisel Spitzerfurth und Barmstedt erreicht. In der Gegenrichtung ist es genau umgekehrt.
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erstellt am 05.Sep.2014 | 16:00 Uhr

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