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Nach Messer-Angriff in Barmstedt : Jetzt spricht die Nachtclub-Chefin des „Rendezvous“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Das Opfer sei „kein normaler Gast gewesen, der zum Biertrinken reinkam“, sagt Inhaberin Angela D.

shz.de von
erstellt am 16.Jan.2016 | 10:00 Uhr

Barmstedt | Nach der Berichterstattung über den Messerangriff im Barmstedter Nachtclub „Rendezvous“, bei der ein Hamburger (21) am vergangenen Sonnabend lebensgefährlich verletzt worden war, hat sich Inhaberin Angela D. zu Wort gemeldet. Das Opfer sei „kein normaler Gast gewesen, der zum Biertrinken reinkam“, sagte sie im Gespräch mit der Barmstedter Zeitung. Vielmehr sei er mit einer Gruppe weiterer Männer vor dem an der Reichenstraße gelegenen Nachtclub aufgetaucht. „Die waren alle bewaffnet und haben versucht, die Tür einzutreten.“ Als ihnen das nicht gelungen sei, hätten sie zwei Scheiben eingeworfen. 

Dass es später einen Streit mit anderen Besuchern und den Messerangriff auf den 21-Jährigen gegeben habe, bestreitet D. nicht. „Aber angefangen hat seine Gruppe“ – die „in ganz Barmstedt Hausverbot hat“. Sie wolle nur, dass wieder Ruhe einkehre, sagt D.. „Unseren Laden gibt es seit 30 Jahren, und es war immer friedlich. Grundsätzlich sind hier außerdem alle willkommen, egal, wie alt sie sind und welcher Nationalität sie angehören.“

Laut Polizeisprecherin Sandra Mohr hat sich die Tat nach bisherigen Erkenntnissen „während einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen ereignet, die sich zeitgleich in dem Nachtclub aufhielten“. Das Opfer habe eine lebensbedrohliche Stichverletzung in den Oberkörper erlitten. Die Kripo ermittle wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes und gefährlicher Körperverletzung. Nähere Auskünfte über den Tatverlauf und die Beteiligten könnten „derzeit aus taktischen Gründen nicht erteilt werden“, so Mohr.

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