Breitband in Bokholt-Hanredder : Jetzt soll ein Lotse helfen

Die Betreute Grundschule hat ihre Betreuungszeit um eine Stunde erweitert. Im Bild der Schulausschuss bei einer Besichtigung der Räumlichkeiten.
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Die Betreute Grundschule hat ihre Betreuungszeit um eine Stunde erweitert. Im Bild der Schulausschuss bei einer Besichtigung der Räumlichkeiten.

Bokholter Gemeinderat plädiert dafür, kompetente Unterstützung auf dem Weg zur besseren Internetversorgung zu beanspruchen.

shz.de von
20. Juni 2014, 12:15 Uhr

Bokholt-Hanredder | Bei einem Treffen der Bürgermeister der amtsangehörigen Gemeinden der Ämter Elmshorn-Land und Rantzau Mitte Mai gab es ein Übereinkommen, die Breitbandversorgung gemeinsam zu verbessern und das gesamte Projekt durch einen Lotsen unterstützen zu lassen. Das Kommunalparlament der Gemeinde Bokholt-Hanredder votierte nun auf seiner jüngsten Sitzung im „Bürgerhaus“ dafür, sich an dem gemeinsamen Verfahren zur Beauftragung eines Lotsen zu beteiligen. „Dieser soll durch den Dschungel der Gesetze und Vorschriften führen“, formulierte Bürgermeister Wolfgang Mohr. Die Gesamtkosten für die Beratungsleistungen belaufen sich voraussichtlich auf etwa 20.000 Euro, die sich die insgesamt 17 Gemeinden der beiden Ämter teilen müssen. Der Anteil der Gemeinde Bokholt-Hanredder beträgt 1500 Euro abzüglich 75 Prozent Zuschuss.

 Die Gemeindevertretung beschloss zudem, den Jahresabschluss 2013 zu genehmigen. Dieser weist über- und außerplanmäßige Aufwendungen in Höhe von 70.726,06 Euro und Auszahlungen in Höhe von 157.738,25 Euro auf. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 36.044,20 Euro wird aus der Ergebnisrücklage abgedeckt.

Nach einer kurzen Diskussion sprach sich das Gremium – bis auf einen Gemeindevertreter – dafür aus, das Angebot der Betreuten Grundschule um eine Stunde zu erweitern. Somit erstreckt sich die Betreuungszeit aktuell bis 16 Uhr, was sicherlich viele Eltern freut. Dies trägt auch dazu bei, die Attraktivität der Einrichtung zu erhöhen, die im Wettbewerb mit anderen Schulen steht.

Weitere Beschlüsse betrafen die Fernsprecheinrichtung in der Hauptstraße 22, die auf Antrag des Betreibers, der Deutschen Telekom, aus wirtschaftlichen Gründen abgebaut wird, sowie den Wunsch der Jägerschaft, Reflektoren zum Wildschutz an der Bokholter Straße aufzustellen: Dem wurde entsprochen. Für das Gebiet nördlich der Waldstraße und beidseitig der Drosselgasse unter Einbeziehung der Flurstücke 20/28, 20/29, 500 und 501 der Flur vier wird laut Beschluss der Gemeindevertretung der Bebauungsplan Nummer 18 im vereinfachten Verfahren aufgestellt. Das Plangebiet hat eine Größe von etwa 8500 Quadratmetern und wird im Flächennutzungsplan bereits als Wohnbaufläche dargestellt.

Breiten Raum nahm auf der Sitzung die Diskussion über energiesparende Beleuchtung in der Mehrzweckhalle Bokholt-Hanredder ein – ein Thema, mit dem sich der Bau- und Planungsausschuss eine Woche zuvor intensiv auseinandergesetzt hatte. Der Beschluss, den Bürgermeister Mohr schließlich formulierte, sieht unter anderem vor, an dem aufgestellten Fahrplan festzuhalten und in ein Gespräch mit einem Anbieter aus der Region einzutreten, der den Vorschlag unterbreitet hatte, probeweise die favorisierte LED-Beleuchtung zur Verfügung zu stellen. Bei diesem Gespräch geht es vorzugsweise um die Klärung von technischen Fragen. Zudem soll mit Blick auf eine neue Richtlinie, die im Oktober in Kraft tritt, ermittelt werden, welche Fördermöglichkeiten es gibt und wie diese konkret aussehen. Danach trifft der Gemeinderat eine Entscheidung.

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