zur Navigation springen
Barmstedter Zeitung

17. Dezember 2017 | 07:47 Uhr

iPads statt Papier : Jetzt rüstet Langeln um

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Finanzausschuss spricht sich für Anschaffung von Tablets für Ratsmitglieder aus. Entscheidung fällt während der Gemeindevertretung.

shz.de von
erstellt am 12.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Langeln | Einladungen, Vorlagen und Protokolle: Die Papierstapel, die sich während der Sitzungen vor den Langelner Politikern auftürmen, sollen bald verschwinden. Am Dienstagabend hat sich der Finanzausschuss der Gemeinde dafür ausgesprochen, dass die Gemeindevertreter künftig mit iPads arbeiten sollen. Bürgermeister Hans-Detlef Fuhlendorf hatte die Verwaltung des Amts Rantzau gebeten zu prüfen, ob der Einsatz von Tablets für die neun Mitglieder des Gemeinderats sinnvoll sei. Das Amt Rantzau unterstütze die Initiative der Gemeinde, so Hauptamtsleiter Arne Zentner. „Langfristig ist es unsere Intention, weitere Gemeinden mit den Geräten auszustatten“, sagte er. Dabei müsse aber auch die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten werden, da einige Amtsgemeinden nur selten tagen würden.

Langeln wäre die erste Gemeinde im Amtsbezirk Rantzau, die auf Tablets umsteigt, so Zentner. Beschließe die Gemeindevertretung während ihrer nächsten Sitzung, die iPads anzuschaffen, würde das Amt den Politikern keine Einladungen, Vorlagen und Protokolle in Papierform mehr zusenden. Alles würde ausnahmslos digital laufen. „So können wir Arbeitsabläufe verschlanken, Prozesse optimieren und Papier sparen“, sagte Zentner.

Während der Sitzung stellte Jürgen Roggow vom IT-Zweckverband Kommunit die Geräte vor und beantwortete die Fragen der Ausschussmitglieder. Die Kosten für die iPads schätzte er auf etwa 5000 Euro, dazu kämen noch einmal 300 Euro für die Schutzhüllen. Zur Gemeindevertretung solle aber noch einmal ein aktuelles Angebot für die iPad-Variante mit 16 Gigabyte Speicherplatz vorgelegt werden. „Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht“, so Roggow über die iPads, die unter anderem schon in Brande-Hörnerkirchen im Einsatz sind.

Wunsch der Verwaltung sei es, überall einheitliche Geräte zu beschaffen, unterstrich Zentner während der Sitzung. „Man sollte das schon einheitlich machen“, sagte auch Bürgermeister Fuhlendorf. Und weiter: „Wenn wir das machen, muss jeder darauf eingehen.“ Der Ausschuss empfahl der Gemeindevertretung anschließend einstimmig, die iPads anzuschaffen. Auch die weiteren anwesenden Mitglieder des Gemeinderats erklärten, sie stünden dem positiv gegenüber.

Einen kostenfreien WLAN-Zugang für Gäste soll es im Langelner Gemeindezentrum nicht geben. Der Ausschuss sprach sich nach kurzer Beratung einstimmig dagegen aus. Das Amt hatte dafür ein entsprechendes Angebot eingeholt. „Es ist die Frage: Wer nutzt das, und kann man das vertreten?“, so der Ausschussvorsitzende Herbert Vogt. „Ich denke auch, wir müssen das nicht vorhalten“, ergänzte Wilfried Pingel. Viele Bürger hätten die Möglichkeit, über ihre eigenen Smartphones ins Internet zu gehen, so die Politiker.

Während ihrer jüngsten Sitzung Mitte Dezember haben die Gemeindevertreter Brande-Hörnerkirchens erstmals  iPads statt Sitzungsunterlagen aus Papier genutzt. Die Gemeinde beabsichtigt zudem, einen Beamer und eine Leinwand anzuschaffen. Die Zuhörer sollen den Sitzungen des Gemeinderats damit auch optisch problemlos folgen können. Auch in der Westerhorner Gemeindevertretung hat das digitale Zeitalter Anfang Dezember Einzug gehalten. Die Politiker arbeiteten die Tagesordnung während ihrer jüngsten Sitzung ebenfalls per iPad ab. Papierausdrucke soll es ab April nicht mehr geben.
zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen