zur Navigation springen
Barmstedter Zeitung

23. Oktober 2017 | 18:02 Uhr

"Jetzt kommt man endlich durch"

vom

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Barmstedt | Dörte Keller und ihre Mitarbeiterinnen hatten gestern im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun: Am Tresen der Barmstedter Stadtbücherei bildeten sich regelmäßig lange Schlangen von Nutzern, die haufenweise Bücher und anderes "Leihgut" abgeben wollten. Kein Wunder, war die Bücherei doch fünf Wochen lang wegen Umbaus geschlossen gewesen. Gestern eröffnete sie in neuem Glanz - mit taubenblauem Linoleumboden und farblich dazu passenden Regalen, die großzügiger gestellt sind als früher. "Jetzt kommt man endlich mal durch", sagte eine Barmstedterin, die die neue Einrichtung "total klasse" findet. Andere sahen es nüchterner. "Naja, die Bücher sind noch die gleichen. Alles andere ist mir ziemlich egal", sagte eine Leserin. Eine weitere Besucherin sah es ähnlich. "Es ist etwas moderner geworden, ja. Aber früher ging es auch."

"Ein paar Kleinigkeiten fehlen zwar noch", sagte Keller, die die Handwerker aber trotzdem lobt: "Dafür, dass wir heute den Zieltag hatten, hat es super geklappt." Die größte Veränderung betrifft die Kinderecke: Sie befindet sich jetzt ganz am Ende des Raums. Außerdem haben die Kinder einen eigenen PC erhalten, an dem sie nach den in der Bücherei verfügbaren Medien suchen können. Für Erwachsene gibt es ebenfalls einen PC zum Recherchieren sowie einen mit Internetanschluss. "Früher hatten wir zwei, aber da hatten noch nicht so viele Leute Internet zuhause", so Keller. Neu ist auch, dass einige der Regale - insgesamt 450 Meter - auf Rollen stehen, so dass Platz für Veranstaltungen geschaffen werden kann.

Zu den Kleinigkeiten, die noch fehlen, gehören unter anderem Plexiglas-Displays, die im Eingangsbereich an der Wand angebracht werden sollen. "Dort werden wir zum Beispiel Flyer ausstellen, die bisher immer auf dem Tresen lagen", so Keller.

Die Stadt hat etwa 70 000 Euro in die neuen Möbel gesteckt. Dazu kommen noch die Kosten für den Fußboden (etwa 15 000 Euro) sowie die Maler- und Elektroarbeiten. Gespart wird woanders: Eine öffentliche Einweihungsfeier wird es nicht geben. Dafür war die Treppe zur Bücherei gestern mit bunten Luftballons dekoriert, und die Kinder durften sich am Tresen an Süßigkeiten bedienen. Bevor sie sich auf die Bücher stürzten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen