zur Navigation springen

Breitband im Amt Rantzau : Jetzt kommen die Bürger zu Wort

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Schnelles Internet für die Region: Die Ämter Rantzau und Elmshorn-Land wollen den Bedarf ermitteln und haben eine Markterkundung gestartet.

shz.de von
erstellt am 14.Aug.2014 | 16:00 Uhr

Barmstedt | Jetzt sind die Bürger gefragt: Mit Hilfe eines Fragebogens wollen die Ämter Rantzau und Elmshorn-Land ab Anfang September in 17 Gemeinden den Bedarf an schnellem Internet abfragen. Das hat Arne Zentner, Hauptamtsleiter beim Amt Rantzau, am Mittwoch im Gespräch mit der Barmstedter Zeitung mitgeteilt. „Wir hoffen auf eine hohe Resonanz, damit wir nicht am Bedarf vorbei planen“, sagte er. Entsprechende Fragebögen sollen an alle etwa 9600 betroffenen Haushalte sowie an Gewerbebetriebe verschickt werden. Zwar habe es in einigen Gemeinden schon Bürgerbefragungen zu dem Thema gegeben, sagte Zentner. „Die haben aber heute zum Teil keine Gültigkeit mehr, weil sie zu lange her sind. Der Markt entwickelt sich ständig weiter“, berichtete er mit Blick auf Angebote wie Streaming-Dienste.

Der Hintergrund: Gemeinsam arbeiten die beiden Ämter derzeit daran, die Breitbandversorgung in ihren Gemeinden zwischen Langeln und Seestermühe zu verbessern. Unter anderem soll mit der Verbesserung eine Mindest-Downloadrate von 30 Mbit/s erreicht werden. Dazu haben die Ämter vor wenigen Tagen eine Markterkundung gestartet. Ziel ist es laut Zentner, zu ermitteln, ob es Unternehmen gibt, die in den nächsten drei Jahren ohne finanzielle Beihilfe Breitbandnetze in der Region errichten, ausbauen und betreiben wollen. In den vergangenen Jahren seien mehrere Versuche unternommen worden, das Amt Rantzau mit schnellem Internet zu versorgen, so Zentner weiter. Doch auf Ausschreibungen habe es kaum Angebote gegeben. Um die Region für Telekommunikationsunternehmen interessanter zu machen, würden daher die Ämter Rantzau und Elmshorn-Land jetzt zusammen arbeiten.

Zusätzliche Hilfe gibt es von der Ingenieursgesellschaft Marxen & Schmöckel aus Henstedt-Ulzburg. „Ein Lotse soll sich um die Ausschreibung kümmern und uns durch das Dickicht der EU-Beihilfe-Vorschriften helfen“, sagte Zentner.

Auch um Fördermittel vom Land zu erhalten, gebe es entsprechende Regeln. Ein Sondervermögen von 14 Millionen Euro hatte der Landtag zur Umsetzung der Breitbandstrategie in Schleswig-Holstein vor Kurzem zur Verfügung gestellt. Auch das Projekt der beiden Ämter werde damit gefördert – mit 75 Prozent der Netto-Kosten, so Zentner.

Falls die Markterkundung, die am 8. September endet, zu keinen oder zu keinen zufriedenstellenden Ergebnissen führt, gibt es laut dem Hauptamtsleiter eine EU-weite Ausschreibung hinsichtlich des Breitbandnetzes. „Der Ausbau sollte überwiegend flächendeckend sein“, sagte Zentner.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen