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Barmstedter Zeitung

22. August 2017 | 13:23 Uhr

Jetzt doch: Elke Kunde muss aufhören

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Stadtwerkechef beendet Zusammenarbeit mit Wassergymnastik-Leiterin

Jetzt ist doch Schluss: Barmstedts Stadtwerkeleiter Fred Freyermuth hat die Zusammenarbeit mit Elke Kunde endgültig beendet. „Das habe ich ihr am vorigen Freitag mitgeteilt“, bestätigte er gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Zu den Hintergründen wolle er „nichts weiter sagen“, da es sich „um eine Personalangelegenheit“ handle.

Kunde, die im Barmstedter Hallenbad jahrzehntelang Wassergymnastikkurse geleitet hatte, war wie vor den Kopf geschlagen. Freyermuth habe ihr seine Entscheidung „kurz und bündig“ im Hallenbad mitgeteilt. „Er hat sich auf keine Diskussion eingelassen, nur etwas von ,schwerwiegenden Gründen’ gesagt. Ich musste sofort den Schlüssel abgeben“, berichtete sie. Und, dass sie „die Welt nicht mehr verstanden“ und sich „wie eine Schwerverbrecherin“ gefühlt habe. „Dabei habe ich nie etwas verbrochen, im Gegenteil.“

Dabei hatte es nach den Querelen im vorigen Jahr, als Freyermuth angekündigt hatte, Kunde aus Altersgründen gar nicht mehr beschäftigen zu wollen, ganz gut ausgesehen: Zusammen mit Bürgermeisterin Heike Döpke hatten der Werkleiter und Kunde sich auf den Kompromiss geeinigt, dass sie die Donnerstagsgruppe aufgibt, aber die Freitagsgruppen behält (wir berichteten). „Zufrieden war ich damit nicht, aber ich hätte es akzeptiert und habe auch alles so eingehalten, wie es vereinbart war“, so Kunde. Sie vermutet: „Herr Freyermuth wollte mich einfach loswerden.“

Erleichtert worden sei ihm die Entscheidung dadurch, dass sie seit Januar nicht mehr fest angestellt, sondern auf Honorarbasis tätig war, so Kunde. „Da konnte er mich natürlich jederzeit rausschmeißen.“ Zudem habe die Barmstedter Politik in Sachen Stadtwerke-Personal kein Mitspracherecht, bedauert sie. „Da hat er Narrenfreiheit.“ Freyermuth erklärte dazu, er werde die Politiker am 10. Februar im nicht-öffentlichen Teil des Werkausschusses über das Thema informieren. „Wenn es Fragen geben sollte, werde ich auch etwas zu den Gründen sagen. Aber es wird nichts zur Abstimmung geben.“

Bei den Teilnehmern der Wassergymnastikkurse habe es „etwas Unmut“ gegeben, als er sie informiert habe, räumte Freyermuth ein. Er glaube aber nicht, „dass wir deshalb weniger Teilnehmer haben werden. Und ich würde mich freuen, wenn sie unseren Mitarbeitern, die Frau Kundes Kurse übernehmen, das gleiche Vertrauen entgegenbringen wie ihr.“ Das werde zwar sicherlich „etwas dauern, aber das ist bei Veränderungen normal“. Kunde ist nicht so optimistisch. „Die Senioren kommen zum Teil aus Neumünster und Hamburg. Und die kamen nicht wegen Herrn Freyermuth.“

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erstellt am 25.Jan.2014 | 14:32 Uhr

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