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Barmstedt : Jahreshauptversammlung der Freien Wählergemeinschaft

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Harte Arbeit an den Stadtfinanzen, Treffen im Humburg-Haus.

Barmstedt | Die Jahreshauptversammlung des Freien Wählergemeinschaft Barmstedt (FWB) im Humburg-Haus wurde von den Konsolidierungsbemühungen zum Stadthaushalt dominiert. Der FWB-Fraktionsvorsitzende Michael Schönfelder wird für seine direkte Art geschätzt, und legte dann auch ohne Umschweife den Finger in die größte Wunde Barmstedts: das klaffende Haushaltsloch. „Im Mittel fehlen uns 1,2 Millionen Euro im Jahr“, die auch die reformierte Fehlbetragszuweisung des Landes nicht würde ausgleichen können. Immerhin machten ihre Stadtwerke den Barmstedtern Freude: Sie erwirtschafteten erneut einen Überschuss. Der soll zumindest teilweise wieder in den Stadthaushalt einfließen, nachdem er im vergangenen Jahr zur Stärkung der Eigenkapitalbasis im Unternehmen verblieben war.

Hoffnungsschimmer für den klammen Etat kamen auch von Schönfelders Stadtratskollegen in den Fachausschüssen. Ein Grund für die „desolate“ Lage der Stadtfinanzen seien fehlende Gewerbesteuereinnahmen wegen der Funktion Barmstedts als Naherholungsort, so die Diagnose der FWB. Cornelia Dressler konnte dazu aus dem Bauausschuss berichten, dass die Chancen auf ein Gewerbegebiet am Lutzhorner Kreisel wieder gestiegen seien.

Auch die Wohngebietsentwicklung soll weitergetrieben werden. Neben dem bereits beschlossenen Baugebiet B23 an der Austraße „liegen der Stadt interessante Angebote für Baugrundstücke vor“.

Reimer Karstens Hoffnungsschimmer für die Stadtfinanzen betrifft das Seniorenheim: „Es wird von den Bewohnern und den Beschäftigten super angenommen,wenn nicht die Defizite wären.“ Mit einem Minus von 340  000 Euro aus 2014 wird es dieses Jahr die Stadtkasse belasten. „Wir als Zweckverband wollen dieses Heim. Es muss sich nur selbst tragen“, so das klare Bekenntnis. Lösung soll ein Haustarifvertrag sein, an dem derzeit mit den Beschäftigten gearbeitet wird. Das Einsparpotenzial bei den Sachmitteln sei inzwischen ausgereizt. Aber 80 Prozent der Kosten seien Personalkosten, und Karstens ist zuversichtlich, dass sich der Zuschussbedarf durch Zugeständnisse der Beschäftigten bei den Sonderzulagen auf die ursprünglich avisierten 100.000 Euro im Jahr begrenzen ließe.

Schützenhilfe von Jungschwänen

Nicht ums Geld, sondern um die Natur ging es Dietmar Nissen. Die tierschutzgerechten Vergrämungsmaßnahmen für die Gänse des Rantzauer Sees werden fortgesetzt. Schützenhilfe erwartet man sich von Jungschwänen, die auf Barmstedts Hausgewässer angesiedelt werden und ihr neues Revier gegen die Gänse verteidigen sollen, deren Kot das Wasser belastet. Seine gute Nachricht für Fracking-Gegner: Derzeit sei hier kein Förderprojekt aktuell. Man habe jedoch „das Ohr an der Schiene“, um eventuell schnell zur Stelle zu sein. Schwere See, aber die FWB sieht sich auf gutem Kurs: Der Vorsitzende Peter Gottschalk wurde einstimmig wiedergewählt.

 

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erstellt am 24.Mär.2015 | 14:15 Uhr

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