Bevern : Jahreshauptversammlung der Feuerwehr

Die Geehrten und Beförderten der Feuerwehr Bevern.
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Die Geehrten und Beförderten der Feuerwehr Bevern.

Moderne Autos erschweren die Hilfe. Wehrführer: Stoßen bei Unfällen mit neuen Fahrzeugen mit unserem Material an Grenzen.

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20. Januar 2015, 16:00 Uhr

Bevern | Das Jahr 2014 spiegelte für die Freiwillige Feuerwehr Bevern alle Höhen und Tiefen wider, die zum Feuerwehralltag dazu gehören. Mit diesen Worten leitete Wehrführer Stefan Timm vor Kurzem seinen Jahresbericht im Gemeindezentrum vor 24 von 27 aktiven Kameraden während der Jahreshauptversammlung ein. Neben den aktiven Brandbekämpfern waren unter anderem auch Mitglieder der Ehrenabteilung, Bürgermeister Johann Hachmann sowie Gemeindevertreter, Pastor Dieter Timm und Polizeiobermeister Kristian Scheel dabei.

Zu 14 Einsätzen – acht waren es 2013 – rückte die Bevener Wehr laut Timm im Jahr 2014 aus. „Unsere Herausforderungen dabei lauteten technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen, nachbarschaftliche Löschhilfe, Tragehilfe für den Rettungsdienst, Tier in Not, Feuer auf einem Reiterhof“, zählte Timm auf. Unheil schlafe nicht, sagte er und berichtete von allein drei Einsätzen in der letzten Woche des vergangenen Jahres. „Bei einem Autounfall konnte die eingeklemmte Person erst nach einer Stunde befreit werden“, so Timm. „Unser technischer Hilfeleistungssatz genügt nicht mehr immer den Anforderungen an die modernen Fahrzeuge, die so sicher gebaut sind, dass wir schnell mit unserem Material an unsere Grenzen stoßen“, gab Timm zu bedenken. An dieser Stelle müsse über eine Lösung nachgedacht und auch Geld in die Hand genommen werden, meinte er. Bei allen Einsätzen habe sich die gute Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren und die effektive Alarm- und Ausrückordnung während der schwachen Tagesverfügbarkeit bewährt.

21 Dienste hätten 2014 bei den Kameraden auf der Liste gestanden, ebenso Lehrgänge. Timm dankte allen Helfern, die das Gerätehaus während der Fußball-WM mit insgesamt 600 Besuchern zur Fankurve gemacht hätten. „Wir haben mit verschiedenen Unternehmungen wie Osterfeuer, Aktion sauberes Dorf und mehr die Gemeinschaft im Dorf bereichert und unterstützt“, sagte Timm. Er dankte allen Helfern und Unterstützern, besonders Hans-Peter Tietjen, der ohne Aufhebens mit großer Akribie die Flächen um die Hydranten mähen würde. Die Dienstbeteiligung lag laut Timm bei 80 Prozent.

Gerätewart Thomas Becker bescheinigte, dass Gerätehaus, Gerätschaften und Fahrzeug im betriebssicheren Zustand seien. Atemschutzgerätewart Torsten Becker berichtete, dass die 15 aktiven Träger die Atemschutzmasken durch die Anschaffung eines Prüfgeräts mit Prüfkopf selbst auf Dichtigkeit prüfen könnten. Brandschutzerzieher Björn-Christian Rohlff erklärte, dass die Wehr an der Bewerbung des Landesfeuerwehrverbands für den Erwin-Flaschel-Preis für Brandschutzerziehung mit einem Bericht in Wort und Bild teilgenommen habe. „Wir haben nichts gewonnen, aber wir versuchen es weiter“, so Rohlff.

Bürgermeister Hachmann versprach, dass die Gemeinde immer bemüht sei, die Wehr mit guten technischen Geräten auszustatten. Pastor Timm bot die Hilfe der Kirche an, wenn die Wehr bei Einsätzen an ihre psychischen Grenzen stoßen würde.

Ehrungen und Bevörderungen

Wahlen: Jenny Frisch und Kai Döhring (Kassenprüfer), Guntram Marx, Matthias Hempel, Thomas Tietjen (Festausschuss).
Dienstansager: Jörg Hachmann (Elmshorner Straße), Knut Feil (Dorf), Thomas Tietjen (Barkhörn).
Beförderungen: Die Anwärter Jennifer Frisch und Thomas Heinrich wurden zu Feuerwehrfrau und -mann befördert.
Ehrungen: Torsten Becker erhielt die Bandschnalle für 20 Jahre aktiven Dienst vom Wehrführer, für 25 Jahre erhielt Michael Becker das Brandschutzehrenzeichen in Silber am Bande vom Bürgermeister.
Neu aufgenommen: Arne Hachmann, Bennet Kudenholdt. Verabschiedet: Ole Frömming, Niels Göttsche.

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